Laut Analysten: KI-PCs sollen 10 bis 15 Prozent teurer werden
Laut einer Analyse von Canalys(öffnet im neuen Fenster) zur Zukunft von PC-Verkäufen bis zum Jahr 2027 sollen allein im Jahr 2024 bereits 19 Prozent aller verkaufen Computer KI-fähig sein. Im Jahr 2027 sollen es dann 60 Prozent sein. Aktuell arbeiten alle Prozessor- und Grafikkartenhersteller an KI-fähigen Produkten sowohl im High-End- als auch im Einsteigerbereich.
Doch die zusätzliche Chipfläche bedeutet auch zusätzliche Kosten, denn bisherige Komponenten wie CPU-Kerne oder Shader-Prozessoren auf Grafikkarten werden durch die KI-Hardware nicht ersetzt, sondern kommen hinzu. Das soll für einen Preisanstieg von 10 bis 15 Prozent sorgen, zusätzlich könnten höhere Systemvoraussetzungen für Mehrkosten sorgen.
So dürfte der Bedarf nach Arbeitsspeicher beispielsweise steigen, da lokale KI-Modelle mehr Speicher benötigen als bisher gerade in Einsteiger- und Mittelklasse-PCs üblich ist. 8 oder 16 GByte reichen dafür unter Umständen nicht mehr aus. Spätestens, wenn Treiber und API-Unterstützung für die KI-Funktionen ausgereift sind, dürften immer mehr Anwender KI-Anwendungen nutzen.
Ein vierter CPU-Hersteller
Vorangetrieben wird der Trend von allen CPU-Herstellern – sowohl im Mobilbereich als auch für Desktop-PCs. Apple verbaut bereits die dritte NPU-Generation, während AMD und Intel im Jahr 2024 jeweils ihre zweite Generation auf den Markt bringen. Im PC-Bereich will Qualcomm mit dem Snapdragon X ab dem Sommer 2024 erstmals relevant werden. Die ARM-basierten Prozessoren legen ähnlich wie Apple Silicon einen starken Fokus auf KI-Leistung.
Es gibt allerdings Stimmen, die den Trend aktuell zumindest aus Kundenperspektive nicht begrüßen . Für die große Mehrheit der Anwender gibt es demnach aktuell kaum sinnvolle Anwendungen. Die KI-Hardware werde zwar bezahlt, danach aber nicht genutzt. Lediglich Enthusiasten und Entwickler greifen darauf zurück, haben dafür aber ohnehin längst KI-fähige GPUs angeschafft.
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