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Lattepanda 3 Delta: Bastelrechner im Raspberry-Pi-Format verwendet Intel-CPU

Der Lattepanda 3 Delta ist ein kleiner Bastelrechner mit Intel -Chip. 8 GByte RAM reichen für Windows . Mit dabei: ein Arduino-Co-Prozessor.
/ Oliver Nickel
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Der Delta 3 ist für Bastelprojekte geeignet. (Bild: Lattepanda)
Der Delta 3 ist für Bastelprojekte geeignet. Bild: Lattepanda

Das chinesische Team von Lattepanda ist in den letzten Finanzierungsstunden eines neuen Mini-Computers. Der Lattepanda 3 Delta kann auf Kickstarter bestellt(öffnet im neuen Fenster) werden. Knapp 800 Unterstützer haben bisher 193.000 Euro für das Projekt gegeben. Das Finanzierungsziel ist damit erreicht. Das Mainboard misst 125 x 78 x 16 mm. Wie bei den Vorgängern handelt es sich hier um einen Einplatinenrechner, auf dem SoC, RAM und Flash-Speicher bereits vorhanden sind.

Das System kann so direkt genutzt, aber nicht so einfach aufgerüstet oder geändert werden, ähnlich wie es beim Raspberry Pi und anderen Bastelrechnern der Fall ist. Im Gegensatz zum Raspberry Pi wird hier allerdings ein x86-SoC von Intel eingesetzt, genauer gesagt der Intel Celeron N5105 aus der Jasper-Lake-Serie. Die Tremont-Architektur gilt als die aktuelle bei Intel und eignet sich für SoCs im Niedrigleistungsbereich. Standardmäßig ist der Chip auf 10 Watt eingestellt.

Im Golem.de-Test liegt der Chip – hier die 6-Watt-Version N5100 – bei weniger Energiebedarf etwa auf dem gleichen Niveau wie Qualcomms für Laptops gedachter ARM-Chip Snapdragon 8cx. Der N5105 ist auf höhere Taktfrequenzen voreingestellt und sollte daher schneller sein. Der Chip wird mit einem aktiven Lüfter gekühlt. Im Betrieb wird er daher nicht ganz leise arbeiten.

M.2-SSDs sind optional

Dem SoC stehen 64 GByte eMMC-Speicher zur Verfügung. Typischerweise ist der etwas langsamer als M.2-SSDs. Auf der Rückseite sind allerdings auch zwei M.2-Slots verbaut: ein M.2 M-Key und ein M.2 B-Key für NVMe oder SATA-SSDs. Dazu kommen 8 GByte verlöteter LPDDR4-RAM. Der Rechner ist damit für Linux- und Windows-Betriebssysteme geeignet. Auf dem Board ist zudem ein Wi-Fi-6-Modul integriert, das zudem Bluetooth 5.2 beherrscht.

Die Platine bietet ausreichend Anschlüsse an. Dazu zählen drei USB-A-Ports (zwei 3.2 Gen1 und einer 3.2 Gen2), eine USB-C-Buchse, HDMI und Displayport. Das System kann mittels USB-2.0-Header um weitere USB-Ports erweitert werden. Zudem ist eine GPIO-Schnittstelle für diverse Projekte integriert. Die werden auch durch den Co-Prozessor denkbar: Der Lattepanda 3 Delta verwendet den Arduino Leonardo, kann also in existierende Arduino-Projekte integriert werden.

Der Delta kostet auf Kickstarter knapp 200 Euro. Ein identisches System mit vorinstalliertem Windows 10 Pro liegt bei 222 Euro. Der Hersteller bietet weitere Bundles an, etwa zusammen mit einem USV-Hat für 240 Euro oder einem Tablet-Bausatz inklusive 7-Zoll-Touch-Display und Kamera für 300 Euro. Ein größeres Display mit 4K-Auflösung und in 12,5 Zoll wird im Bundle für 470 Euro verkauft.

Das Team will die Rechner im April 2022 ausliefern. Der Versand ist weltweit möglich. Allerdings garantiert eine Reservierung bei Kickstarter kein fertiges Produkt. Lattepanda hat allerdings bereits mehrere andere Einplatinenrechner entwickelt und verkauft. Die Chance auf ein fertiges Gerät ist daher sehr hoch.


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