Latex-Frontend: Lyx 2.1 sammelt drei Jahre Entwicklung

Fast drei Jahre nach der letzten stabilen Version ist nun Lyx 2.1 erschienen.(öffnet im neuen Fenster) Die Anwendung, die als Latex-Frontend dient, bietet vor allem eine bessere Integration bestehender Latex-Kommandos, die nun besser erreichbar sind. Dazu zählt etwa die native Unterstützung der IPA-Symbole.
Mehr Sprache und Schrift
Diese lassen sich direkt im Lyx-Dokument anzeigen, inklusive der Sub- und Superskriptsymbole. Genutzt werden können sowohl Unicode-Symbole als auch die Abkürzungen des Pakets Tipa. Zur einfachen Handhabung kann eine Werkzeugleiste benutzt werden, die die Symbole ähnlich zur IPA-Tabelle anordnet.
Bei der Verwendung von Xetex können auch Sprachen benutzt werden, die das lateinische Alphabet nicht verwendet. Dazu zählen Tamil, Hindi, Tibetisch, Sanskrit oder auch antikes Griechisch. Für Lyx 2.1 wurde auch der Umgang mit Schrifttypen komplett überarbeitet, was die Nutzung neuer Typen stark vereinfacht.
Im Mathemodus lassen sich zudem explizite Mathe-Schrifttypen auswählen, damit diese nicht überschrieben werden. Verwendet werden kann aber auch das Paket Unicode-Math, was Opentype- und Truetype-Schriftarten im Mathemodus erlaubt.
Einfacheres Latex
Die Auswahl für Dokumentenklassen, wie den Standard Article oder auch Koma-Skript-Dokumente, ist in der Übersicht nun in Kategorien eingeteilt, so dass direkt zwischen verschiedenen Bucharten oder Vorlagen für Lebensläufe unterschieden werden kann.
Latex-Optionen sind nun einfacher zu erreichen und übersichtlicher sortiert. In Lyx können außerdem mehrere bisher nicht verfügbare Latex-Befehle benutzt werden. Über neue Module lässt sich Text zudem auch in außergewöhnliche Formen bringen.
Noch ist Lyx nicht vollständig auf Qt5 portiert, nach Aussage der Entwickler ist dies aber fast geschafft. Für Mac OS X arbeitete das Team auch an der Verwendung des Cocoa-Frameworks zur Darstellung. Weitere Neuerungen(öffnet im neuen Fenster) sind im Wiki des Projekts dokumentiert. Lyx 2.1 steht zum Download(öffnet im neuen Fenster) für Windows, Mac OS X und Linux bereit.



