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Lastflexibilität für KI-Rechenzentren: Google schließt KI in Nachfragereaktion ein

Neue Verträge mit Netzbetreibern sollen das Auslagern von Aufgaben in andere Rechenzentren zulassen – auch für KI -Anwendungen.
/ Mike Faust
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Google-Rechenzentrum in St. Ghislain-Mons, Belgien (Bild: Google)
Google-Rechenzentrum in St. Ghislain-Mons, Belgien Bild: Google

Um auf Engpässe im Stromnetz besser reagieren zu können, hat Google zwei neue Versorgungsverträge mit Netzbetreibern in den USA geschlossen. Laut der Ankündigung in diesem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) helfen die Verträge dabei, große Lasten, wie sie durch KI-Rechenzentren entstehen können, besser im Stromnetz zu verteilen.

Die beiden neu geschlossen Verträge enthalten zum ersten Mal eine als Nachfragereaktion bezeichnete Vereinbarung, die sich auf die Arbeitslast bezieht, die durch maschinelles Lernen entsteht. Im Vorfeld der Vereinbarung wurde im Jahr 2024 eine Simulation durchgeführt, bei der der Strombedarf eines KI-Rechenzentrums während drei Netzereignissen reduziert wurde.

Zur Strategie der Lastflexibilät von Google gehört es, dass weniger dringende Rechenoperationen, zum Beispiel die Verarbeitung eines Youtube-Videos, verschoben werden, wenn das Stromnetz gerade stark belastet ist.

Lastflexibilität bei Rechenzentren noch in der Anfangsphase

Durch den starken Zuwachs an benötigter Rechenleistung durch KI hat man nun auch spezielle Funktion für die Verteilung der Last bei maschinellem Lernen entwickelt. In dem Beitrag heißt es aber auch, dass sich die Lastflexibilität bei Rechenzentren noch in der Anfangsphase befindet.

Der steigende Energiebedarf von Rechenzentren erfordere den Ausbau von Kraftwerken und Stromnetzen, heißt es weiter. Die Integration der Arbeitslast von maschinellem Lernen in die Nachfragereaktion trage aber dazu bei, die langfristige Versorgungsplanung der Netzbetreiber zu unterstützen und die Zuverlässigkeit der Netze zu sichern.

Neben den Netzbetreibern in den USA hat Google auch eine laufende Partnerschaft mit dem belgischen Übertragungsnetzbetreiber Elia. Der Energiebedarf von Google-Rechenzentren hat sich seit dem Jahr 2020 mehr als verdoppelt, wie der Konzern einem Bericht für das Jahr 2024 bekannt gab .


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