Laserwaffentest: Dragonfire schießt erstmals mit Laser auf Luftziel

Das britische Verteidigungsministerium hat den ersten erfolgreichen Testschuss seines neuen Laserwaffensystems Dragonfire bekanntgegeben.

Artikel veröffentlicht am ,
Dragonfire beim scharfen Schuss
Dragonfire beim scharfen Schuss (Bild: Britisches Verteidigungsministerium)

Großbritannien will künftig einen Laser zur Flugabwehr nutzen. Das neue System Dragonfire ist auf der Hebrides Range vor der schottischen Küste erfolgreich getestet worden. Der Test ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung der Energiewaffe.

Dragonfire nutzt einen 50-kW-Laser, um Ziele in der Luft zu verfolgen und zu bekämpfen. Bei dem jüngsten Test visierte der Laserturm unbemannte Luftfahrzeuge und andere Scheinziele präzise an und beschoss diese.

Der Dragonfire-Laser nutzt die Festkörper-Glasfasertechnologie, um einen extrem starken und fokussierten Lichtstrahl zu erzeugen. Das Team gibt an, die Waffe könne ein Ziel in wenigen Sekunden aus rund einem Kilometer Entfernung ausschalten.

Energiewaffe ist sehr präzise

Beamte des Ministeriums lobten die Präzision, Kosteneffizienz und Vielseitigkeit von Dragonfire. Der Laserstrahl kann Ziele treffen, die so klein wie eine Münze sind. Mit einem Preis von 10 britischen Pfund pro Schuss soll das System eine kostengünstige Alternative zu teuren Raketen sein. Als gerichtete Energiewaffe kann Dragonfire schnell auf mehrere Luftbedrohungen gleichzeitig schießen, ohne dass die Munition ausgeht.

Das Vereinigte Königreich hat mehr als 100 Millionen Pfund in die Entwicklung von Dragonfire in Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen wie MBDA und Leonardo investiert. Der Laserturm könnte bei der Flugabwehr der britischen Armee und auf Kriegsschiffen der Royal Navy zum Einsatz kommen. Gedacht ist der Einsatz gegen Drohnen, Raketen und andere Bedrohungen aus der Luft.

Dragonfire reiht sich ein in eine wachsende Klasse von militärischen Laserwaffen. Das US-Militär setzt das Helios-System ein und plant, einen Laser der 300-kW-Klasse auf einem Zerstörer zu testen. Der israelische Iron Beam und das US-amerikanische Odin sind ebenfalls in der Entwicklung. Wenn die Technologie ausgereift ist, wird die gerichtete Energie voraussichtlich einen großen Einfluss auf die Verteidigungsfähigkeit haben.

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pculiar 24. Jan 2024 / Themenstart

Schick, wenn die Mücke dann zwischen Gardine und Laser herum schwirrt. Wir haben mal mit...

lestard 23. Jan 2024 / Themenstart

Es gibt keine Rakete. Aber statt Raketentrümmer hat man halt Drohnentrümmer.

CreateurDeMalheur 23. Jan 2024 / Themenstart

Das kommt auf die Art des Lasers an. Es gibt CO2-Laser in deren Röhrengang mittels...

Andr3as 22. Jan 2024 / Themenstart

Die Chinesen haben bereits einen Plasma-Schild gegen Laserwaffen entwickelt.

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