Laserpecker 4: Kompakter Lasergravierer schneidet Holz und graviert Stahl

Das Team von Laserpecker finanziert auf Kickstarter einen weiteren Lasergravierer für private Zwecke. Der Laserpecker 4(öffnet im neuen Fenster) graviert diverse Materialien wie Holz, Stein und Metall mittels fokussiertem Laser. Die Auflösung soll mit 1.280p noch einmal erhöht werden. Der Hersteller spricht auch von 8K und legt dafür wohl die maximale Arbeitsfläche von 160 x 300 mm zugrunde. Ein DIN-A4-Blatt mit 297 x 210 mm passt hier also nicht komplett drauf.
Der Hersteller unterscheidet hier zwischen Lasergravuren und Laserschneiden. Das System kann etwa Holz, Leder, Papier und Stoff mit einer Dicke von maximal 8 mm zerschneiden. Bei Acrylglas sind es noch 5 mm. Das weit weniger tiefe Gravieren ist auch auf härteren Werkstoffen wie Aluminiumlegierungen, Metall, rostfreiem Stahl, Eisen oder Keramik möglich.
Dafür stehen dem Laserpecker 4 zwei unterschiedliche Lasermodi (Brennweite 150 mm) zur Verfügung. Mit einem 10 Watt starken 450-nm-Laser lassen sich Gravuren und Schneidprozesse schnell durchführen. Für feinere Gravuren in der angegebenen 8K-Auflösung wird ein 1.064-nm-Laser mit 2 Watt Leistung genutzt. Das System soll mit einer maximalen Geschwindigkeit von 2.000 mm pro Sekunde arbeiten. Das hängt allerdings auch stark vom Werkstück und der Komplexität des zu gravierenden Motivs ab.
Drehbank und bewegliche Plattform
Die Bearbeitungsplattform des Gravierers kann auf einer optional erhältlichen einachsigen Schiene gelagert und so bewegt werden. Dadurch sind die 300 mm in der Länge erst möglich. Außerdem gibt es einen Drehbankaufsatz, mit dem sich ein zu bearbeitendes Stück rotieren lässt. Für Gravuren in der Breite dreht sich der Laseremitter innerhalb des Kopfstücks in die entsprechende Position.






Der Laserpecker 4 kann über ein Bedienungsfeld an der Oberseite und mittels App eingestellt werden. Über die Software wird das System zudem mit Quellmaterial versorgt. Auch ist eine Schutzhaube integriert, da abstrahlendes Licht die Augen beschädigen kann. Generell sollte darauf geachtet werden, dass beim Gravieren giftige Dämpfe entstehen können. Die führt der Gravierer nur über einen kleinen Lüfter nach außen.
Der Laserpecker 4 soll ab März 2023 weltweit ausgeliefert werden. Er kostet etwa 1.290 Euro. Das System mit beweglichem Gravurbett liegt bei 1.390 Euro, ein System mit Drehbank bei 1.450 Euro. Das Komplettset mit beiden Aufsätzen kostet insgesamt 1.650 Euro. Dazu kommen Versand- und Zollkosten für die Lieferung aus China.
Kampagnen wie diese garantieren kein fertiges Produkt und sollten daher stets mit Vorsicht unterstützt werden. Laserpecker hat allerdings bereits drei Kampagnen finanzieren können, deren Ergebnisse auch als reale Produkte existieren. Das Risiko dürfte hier also relativ gering sein.



