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Laserkanone: Bundeswehr lässt an Laserwaffen forschen

Die US-Marine hat sie schon, die Bundeswehr will auch Laserkanonen: Über 80 Millionen Euro soll die Bundesregierung schon in die Forschung gesteckt haben - offensichtlich ohne den Bundestag ausreichend zu informieren.

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Laserkanone von Rheinmetall: in zwei bis drei Jahren einsatzbereit
Laserkanone von Rheinmetall: in zwei bis drei Jahren einsatzbereit (Bild: Rheinmetall)

Schießen mit Licht: Nicht nur das US-Militär, auch die Bundeswehr will Laserwaffen. Über 80 Millionen Euro hat die Bundesregierung für die Entwicklung solcher Waffen ausgegeben - und zwar heimlich. Die zuständigen Gremien seien darüber nicht ausreichend informiert worden, berichtet die Tagesschau.

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Deutsche Rüstungskonzerne wie Rheinmetall haben bereits Prototypen solcher Waffensysteme gebaut. Damit lassen sich beispielsweise kleine Drohnen in Brand schießen. Die Laserwaffen können auf vorhandene Fahrzeuge montiert werden, etwa auf den Radpanzer Boxer. Laut dem ARD-Bericht könnten die Waffen in wenigen Jahren im Einsatz sein.

Grünen-Politiker wusste nichts

Die Regierung hat die Opposition offensichtlich nur unzureichend darüber informiert. "Ich höre das jetzt zum ersten Mal", sagte etwa Tobias Lindner von der Fraktion der Grünen und Mitglied des Verteidigungssausschusses des Bundestags.

Im Herbst vergangenen Jahres leugnete die Bundesregierung sogar, sich mit Laserwaffen zu beschäftigen: "Vonseiten der Bundeswehr wurde keine technische Studie zu einem Gefechtsfahrzeug der Zukunft mit einer laserbasierten Waffe durchgeführt oder in Auftrag gegeben", antwortete die Regierung auf eine Anfrage von Cornelia Möhring der Linken-Fraktion.

Bundesregierung gab eine Studie in Auftrag

Es sei lediglich "im Bereich der Landsysteme eine nichttechnische Studie an die Firma IABG zu grundsätzlichen Fähigkeitsanforderungen an zukünftige durchsetzungsfähige Bodenkampfsysteme vergeben" worden. Die Studie sei von März 2013 bis Oktober 2014 durchgeführt worden. Die Kosten hätten bei 680.000 Euro gelegen.

Dass der Verteidigungs- und der Haushaltsausschuss nicht genau über die Forschung an diesen Systemen informiert wurden, lag laut ARD an den Summen: Erst ab 25 Millionen Euro muss das Verteidigungsministerium in den Ausschüssen erklären, wofür das Geld konkret ausgegeben werden soll.

US-Marine bewaffnet Schiff mit Laserkanone

Das US-Militär ist schon weiter: Die Marine hat bereits ein Schiff mit einer Laserkanone ausgestattet. Das Waffensystem wurde im August des vergangenen Jahres auf der USS Ponce installiert. Das Schiff, das im Persischen Golf stationiert ist, soll sich damit gegen Angriffe mit Booten oder Drohnen verteidigen. Die Darpa, die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, will künftig auch Flugzeuge mit Laserkanonen bewaffnen.

Ein US-Experte bezweifelt jedoch, dass die Laserkanonen tatsächlich wirkungsvoll seien. Die Tests, mit denen die US-Marine die Leistungsfähigkeit der Waffen demonstrieren wolle, hätten ihn "an einen alten Zeichentrickfilm" erinnert, "in dem jemand einen Pfeil auf eine Scheune schießt und dann eine Zielscheibe drum herum malt."



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Luke321 13. Jul 2015

Der Mindestlohn in den USA liegt bei rund 7 Dollar. Damit kommt man mehr schlecht als...

NotAlive 13. Jul 2015

Wenn die jemand in den Vorgarten kackt bist du wahrscheinlich auch etwas "provoziert".

mfeldt 13. Jul 2015

Interferenzspiegel? Was bringen die denn für Vorteile? Und von welchen Wellenlängen ist...

Andrej553 13. Jul 2015

Ziemlich engstirnig gedacht. Forschung ist nun mal Forschung ist nun mal Forschung. Die...

Freiheit 13. Jul 2015

"Unsere amerikanischen Freunde" ist ein politisch sauberer Ausdruck für "amerikanische...


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