Laserkamera: 3D-Fotos aus einem Kilometer Entfernung

Die Laserkamera(öffnet im neuen Fenster) der Forscher(öffnet im neuen Fenster) von der Uni Heriot-Watt nimmt 3D-Daten von Objekten auf, die sich auch in sehr großer Entfernung befinden können. Die Distanz kann bis zu einen Kilometer betragen. Die Technik funktioniert deshalb auf so große Entfernung, weil statt sichtbaren Lichts ein Infrarotlaser mit einer Wellenlänge von 1.560 Nanometern zur Beleuchtung des Objekts verwendet wird.

Das zurückgeworfene Licht wird von einem hochempflindlichen Sensor aufgefangen, der einzelne Photonen erkennen kann. Dabei wird festgestellt, wie lange es dauerte, bis das Licht zurückkam und so die Distanz errechnet. Dadurch entsteht ein 3D-Scan des aufgenommenen Objekts. Die Genauigkeit soll im Millimeterbereich liegen.
Vornehmlich sollen mit dem System Objekte wie Fahrzeuge gescannt werden können. Mit einigen Modifikationen in der Software könnten auch deren Richtung und Geschwindigkeit erfasst werden, so Professor Gerald Buller(öffnet im neuen Fenster) von der Heriot-Watt University.
Bei Aufnahmen von unbekleideten Körperoberflächen funktioniert das System allerdings nicht besonders gut. Aufgrund dieser Einschränkung ist der praktische Nutzen dieser Kameratechnik außerhalb von Spezialanwendungen im militärischen und zivilen Aufklärungs- und Vermessungsbereich fraglich.
Forscher Aongus McCarthy(öffnet im neuen Fenster) ist sich jedoch sicher, dass die Entfernung, in der die 3D-Scans angefertigt werden können, in den kommenden Jahren verzehnfacht werden kann. Auch eine tragbare Version des Systems soll bis dahin entwickelt worden sein.