Laserdrucker: Konica Minolta legt nach Explosion Tonerproduktion still

Der Drucker- und Tonerhersteller Konica Minolta hat die Herstellung von weiterem Toner für einige Zeit eingestellt. Der Grund: Durch eine elektrostatische Aufladung hat sich in einer trockenen Umgebung Toner entzündet und eine Explosion verursacht. Das bestätigt der Hersteller in einem Blog-Post(öffnet im neuen Fenster) . Verletzt wurde dabei wohl niemand.
Betroffen ist die Tatsuno-Fabrik in Japan, eine von zwei Fabriken, die für Kunden auf der ganzen Welt Toner für Konica-Minolta-Drucker produziert. Auch die zweite Fabrik in Japan hat den Betrieb nach dem Vorfall bis auf Weiteres eingestellt. Das Unternehmen untersuche derweil den Vorfall und will ein Verfahren implementieren, bei dem es nicht zu einer weiteren potenziell desaströsen Explosion kommen kann.
Tonerherstellung ab Mitte Oktober wieder möglich
Derzeit stellen die beiden Fabriken, die seit August 2021 nicht arbeiten, auf das neue Verfahren um. Das von der Explosion getroffene Tatsuno-Werk soll am 8. November 2021 wieder öffnen, das Kofu-Werk am 18. Oktober 2021 und damit etwas früher.
Der Hersteller geht davon aus, dass es etwa acht Wochen dauern wird, bis die regelmäßige Belieferung mit Toner wieder aufgenommen werden kann. Bis dahin muss das Unternehmen wohl auf Lagerbestände zurückgreifen.
Ein kurzer Blick auf Preisvergleichsportale zeigt: Toner für Konica-Minolta-Drucker scheint im Durchschnitt noch preisstabil zu sein. Das lässt auf noch nicht allzu leere Lager schließen. Das gilt zumindest für Endkunden, die den Toner selbst bei Drittanbietern bestellen.
Konzerne wie Konica-Minolta liefern auch selbstständig im Rahmen von Service-Verträgen direkt an Kunden aus. Da verkaufte Drucker teils auf proprietäre und gechipte Tonerkartuschen setzen, ist auch das Ausweichen auf andere Hersteller oftmals nicht möglich.
Auf Anfrage von Golem.de hat Konica Minolta auf die bereits verlinkte Pressemitteilung verwiesen. Weitere Aussagen konnte das Unternehmen nicht machen.



