Kurze Fahrtzeiten - unter Minimalauslastung

Die Fahrtzeit zwischen den Stationen beträgt in unserem Fall jeweils um die zwei Minuten, Wartezeiten beim Einsteigen gibt es nicht - das System ist allerdings auch keinesfalls ausgelastet, im Gegenteil. Einem Bericht von Techcrunch zufolge liegt unter normalen Bedingungen die Fahrtzeit bei um die vier Minuten, was doppelt so lange wie die anvisierten zwei Minuten ist.

Für die Boring Company könnten derartige Verspätungen teuer werden: Einem früheren Vertrag mit den lokalen Behörden zufolge muss das Unternehmen für jede Messe, bei der weniger als 4.000 Personen pro Stunde transportiert werden, 300.000 US-Dollar Strafe zahlen.

Unfälle sind unserem Fahrer zufolge noch nicht passiert. Falls ein Tesla liegenbliebe, würde ein weiteres Fahrzeug aus einer der anderen Stationen kommen und die Passagiere abholen. Sollte ein Fahrzeug nahe einer Station liegenbleiben, könnten die Passagiere einfach laufen. Unklar ist uns allerdings, was beispielsweise bei einem Brand passieren würde - und diese können gerade bei Elektroautos verheerend sein.

Die Tunnel sind sehr eng, Notfallausgänge fallen uns nicht auf, ebenso ist keine Belüftungsanlage sichtbar. Einsatzkräfte müssen offenbar von den Bahnhöfen aus zu einer möglichen Unfallstelle kommen. Dass etwas passieren kann, wird uns klar, als einer der Teslas wie oben erwähnt mit zischendem, geplatztem Reifen in den Bahnhof der Central Hall einfährt. Irgendein Fremdkörper im Eingangsbereich des Bahnhofs hat den Reifen zerstört.

Ein platter Reifen stoppt das System nicht

Der Betrieb des Loop wird zu diesem Zeitpunkt nicht gestoppt. Der Fahrer fährt nach einigen Minuten mit plattem Reifen weiter in Richtung der West Hall Station, da er dort wahrscheinlich den Reifen einfacher auswechseln lassen kann. Ein geplatzter Reifen kann in einem derart engen Tunnel natürlich auch zu komplexeren Problemen führen.

  • Der Eingang zur Loop-Station der Central Hall der Messe Las Vegas (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Während der Fahrt im Loop-Tunnel (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein auf Fahrgäste wartender Tesla (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Loop-Bahnhof an der Central Hall der Messe in Las Vegas (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Der Eingang zur Loop-Station der Central Hall der Messe Las Vegas (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die örtlichen Behörden sind offenbar dennoch von dem System überzeugt: Der Las Vegas Loop soll irgendwann einmal 24 Kilometer lang sein und 51 Stationen umfassen. Dann sollen die Fahrzeuge auch ohne Halt zu ihren Zielen gelangen.

Die CES 2022 wird am Ende wohl ein eher moderater Stresstest werden: Wegen der Omikron-Variante haben zahlreiche Aussteller und Journalisten ihre Teilnahme abgesagt. Ob das System auch Anstürmen wie zu Vor-Corona-Zeiten gerecht werden kann, wird die Zukunft zeigen. Unser erster Eindruck ist vom Fahrgefühl und der Praktikabilität her gut - von der Sicherheit her eher gemischt.

Nachtrag vom 6. Januar 2022, 11:33 Uhr

Den Anforderungen an einen besucherreichen Messetag scheint der LVCC Loop aktuell noch nicht gewachsen zu sein. Wie ein Video auf Twitter zeigt, bilden sich im Tunnel Staus, da offenbar zu viele Leute gleichzeitig das System verwenden wollen.

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 Las Vegas Loop ausprobiert: Mit dem Tesla in den Tunnel
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Hamsterrer 16. Jan 2022

Im anderen Thread wurde ja geblökt, dass nichts schief gehen kann und wenn etwas schief...

senf.dazu 10. Jan 2022

Nur wenn die Haltestelle brauchbar dimensioniert wäre so das kein Stau eintritt, also...

goggi 10. Jan 2022

Ich habe bei den ganzen neuen Threads hier, die von Fanboys kommen, das Gefühl das das...

Bremsklotz 09. Jan 2022

Da du ja zu faul bist kannst du ganz einfach auf sbb.ch gehen und dort eine beliebige...



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