Larian Studios: "Es gab ein bisschen Crunch bei Baldur's Gate 3"
Wenn relativ kleine Entwicklerstudios einen sehr großen Blockbuster produzieren, taucht früher oder später das Thema Crunch auf – also Überstunden, damit die Arbeit irgendwie geschafft wird.
Ausgerechnet beim enorm umfangreichen Baldur's Gate 3 gibt es bislang keine Beschwerden von anonymen Angestellten im Netz, stattdessen hat sich Studio-Chef Swen Vincke nun dazu geäußert.
"Es gab es ein bisschen Crunch", sagte er bei einer Veranstaltung in Warschau. "Und um ehrlich zu sein, man hat immer ein bisschen Crunch, wenn man versucht, etwas zu Ende zu bringen – vor allem, wenn es so viel Komplexität gibt, die zusammengebracht werden muss."
Spätestens um 20 Uhr seien die Büros von Larian Studios aber praktisch leer gewesen. An Wochenenden wurde laut Vincke "sehr, sehr, sehr selten" gearbeitet. Bei früheren Projekten von Larian habe es mehr Crunch gegeben, fügte Vincke nach Angaben von Gamesradar(öffnet im neuen Fenster) hinzu.
Der Studio-Chef und Entwicklungsleiter von Baldur's Gate 3 eröffnete in Warschau ein neues Studio. Insgesamt hat Larian neben dem Hauptsitz in der belgischen Stadt Gent nun sieben Niederlassungen. Dadurch könne rund um die Uhr an neuen Projekten gearbeitet werden, was Überstunden laut Vincke ebenfalls weniger nötig mache.
Zwei neue Spiele in der Pipeline
Larian hat mit der Arbeit an zwei neuen Rollenspielen begonnen, Details sind nicht bekannt. Das Team arbeitet ausdrücklich nicht an einer Erweiterung oder Fortsetzung von Baldur's Gate 3, obwohl sich der Titel extrem gut verkauft und mit Auszeichnungen und Preisen überhäuft wurde.
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Vincke sprach auf der Game Developers Conference (GDC) 2024 über die Produktion von Baldur's Gate 3 und sagte dabei immer wieder, dass der enorme Umfang des Projekts eine der wesentlichen Herausforderungen für sein Team gewesen sei. Zum Thema Crunch hatte sich der Entwickler in seinem Vortrag damals nicht geäußert.



