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Larian Studios: Divinity soll im Early Access starten - ohne KI

Mit Bemerkungen rund um KI handelt sich Larian Studios viel Ärger bei der Community ein, die neue Infos über Divinity fast überschatten.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Divinity (Bild: Larian Studios)
Artwork von Divinity Bild: Larian Studios

Das Entwicklerstudio Larian hat weitere Details zum gerade angekündigten Rollenspiel Divinity preisgegeben und zugleich erklärt, warum das Studio nach Baldur's Gate 3 bewusst einen anderen Weg einschlägt.

Studiochef Swen Vincke sagte im Gespräch mit Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall), dass ursprünglich erneut ein Projekt im Dungeons-&-Dragons-Universum geplant war. Nach einigen Monaten Arbeit habe das Team jedoch gemerkt, dass die emotionale Verbindung fehle.

Konzeptionell sei zwar vieles vorhanden gewesen, "aber nicht das Herz der Entwickler" , so Vincke. Das Projekt wurde daraufhin im vergangenen Jahr eingestellt.

Stattdessen konzentriert sich Larian nun vollständig auf Divinity – eine Reihe, an der das Studio alle Rechte besitzt. Wie Vincke bestätigte, ist wie bei Baldur's Gate 3 eine Early-Access-Phase geplant, ein Release sei jedoch eher nicht vor 2027 zu erwarten.

Baldur's Gate 3 sei ein großartiges Spiel gewesen, auf das er stolz sei, "aber dieses hier wird noch viel besser" , sagte Vincke. Ein Grund dafür sei, dass man diesmal ein Regel- und Spielsystem entwickle, das von Grund auf für ein Videospiel gedacht sei. Die D&D-Mechaniken hätten sich nur schwer aus dem Pen-&-Paper-Kontext übertragen lassen.

Kritik für Äußerungen über generative KI

Technisch geht Larian für Divinity neue Wege. Das Studio ist auf eine neue Engine umgestiegen, was laut Vincke zwar zu Anlaufschwierigkeiten geführt habe, sich langfristig aber auszahlen solle. Geplant sind verbesserte Systeme für das Streaming von Spielinhalten sowie ein weiterer Ausbau der cineastischen Inszenierung, die bereits Baldur's Gate 3 ausgezeichnet habe.

Parallel dazu erregt in der Community eine Debatte über den Einsatz generativer KI bei der Entwicklung Aufsehen. Auslöser waren Aussagen Vinckes, wonach Larian KI-Werkzeuge in frühen Phasen etwa für Ideensammlungen, Platzhalter oder Referenzmaterial einsetzt. Das stieß bei Teilen der Spielerschaft und auch bei ehemaligen Entwicklern auf Kritik und die Sorge, kreative Arbeit könne ersetzt werden.

Vincke reagierte auf der Plattform X(öffnet im neuen Fenster) : Divinity werde keine KI-generierte Inhalte enthalten, und es würden auch keine Stellen durch KI ersetzt. Das Studio wachse weiter, auch im künstlerischen Bereich. "Wir ersetzen keine Concept Artists durch KI. Unsere Kunst ist handgemacht – und darauf bin ich stolz." KI werde bei Larian lediglich als unterstützendes Werkzeug in der Vorproduktion verstanden, nicht als Ersatz für kreative Arbeit.


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