Lara Croft Go im Test: Tomb Raider auf Rätseltour

Lara Croft auf neuen Pfaden: Musste die Archäologin in ihrem letzten Mobil-Auftritt namens Relic Run noch ihre Fähigkeiten als reaktionsschnelle Sprinterin beweisen, ist in Lara Go die Fertigkeit als Puzzlelöserin gefragt - Kontrahenten werden eher mit Hirnschmalz als mit Waffen besiegt.

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Lara Croft Go
Lara Croft Go (Bild: Square Enix)

In Lara Go muss die berühmteste Grabräuberin der Welt vom Start zum Ziel gelangen. Klingt einfach, aber wer Tomb Raider kennt, der weiß: Überall lauern Gefahren. Auf Lara Croft warten Überraschungen, die der Spieler entweder ausschalten oder geschickt umgehen muss. Wem das "Go" bekannt vorkommt: Square Enix veröffentlichte Anfang 2014 das artverwandte Hitman Go, bei dem man sich ebenfalls auf vorgegebenen Pfaden Schritt für Schritt durch Wischen auf dem Display vorwärtsbewegte.

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Frau Croft hat es in Lara Go etwa mit Schlangen zu tun. Denen darf sie sich nie frontal nähern. Sobald die giftigen Tiere die Heldin erblicken, stirbt sie. Entweder kommt Lara also aus dem Hinterhalt oder sie sucht ein Hilfsmittel wie einen Speer und erledigt die Biester aus sicherer Entfernung. Andere Tiere, etwa giftige Echsen, warten nicht einfach auf ihren Positionen, sondern bewegen sich pro Schritt des Spielers ebenfalls einen Schritt vorwärts. Um sie loszuwerden, müssen sie beispielsweise in eine Falle gelockt werden.

  • Lara Go (Screenshot: Golem.de)
  • Lara Go (Screenshot: Golem.de)
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Lara Go (Screenshot: Golem.de)

Die Level haben noch viele andere kleine Gemeinheiten zu bieten. Es gibt sich bewegende Sägeblätter und Bruchstellen im Boden, die nur einmal überquert werden können und bei der zweiten Berührung einbrechen. Dazu kommen Elemente wie kleine Hebel, mit denen sich Plattformen verschieben oder Säulen ausfahren lassen.

Den Entwicklern gelingt es bravourös, den Schwierigkeitsgrad von Level zu Level konstant ansteigen zu lassen. Immer wieder sind ein paar Versuche oder eine Kombination aus Ausprobieren und Nachdenken notwendig, um die Herausforderungen zu bewältigen. Wirklich unfair werden die Aufgaben aber fast nie.

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Hinzu kommt eine gelungene Präsentation, die die Level in eine kleine Hintergrundgeschichte einbettet und zudem mit ein paar Animationen zwischen den Aufgaben aufwartet. Als zusätzliche Aufgabe gibt es immer wieder Extras wie Artefakte oder Edelsteine, die nach und nach eingesammelt werden können.

Lara Croft Go ist für iOS, Android und Windows Phone zum Preis von rund 5 Euro verfügbar. Es gibt keine In-App-Käufe - nach dem Tod, der durchaus häufiger vorkommt, kann man den Level also einfach neu beginnen. Einzige Ausnahme: Wer will, kann einmalig ein Lösungsbuch für alle Level zum Preis von knapp 5 Euro kaufen, wenn er auch nach mehreren Versuchen die Lösung nicht findet.

Fazit

Einfache Bedienung, stimmige Präsentation, vor allem aber ein süchtig machendes Spielprinzip: Lara Croft Go ist ein rundum gelungenes Puzzlespiel mit stetig steigender Lernkurve und immer neuen Herausforderungen. Wer Knobelspiele mag, wird hier für gut drei Stunden bestens unterhalten.

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