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Laptop-Grafik: RTX 3080 Mobile muss mit 150 Watt auskommen

CES 2021
Zwar drosselt Nvidia das Notebook -Topmodell verglichen mit der Desktop-Version stark, bei der RTX 3070/3060 sieht es aber anders aus.
/ Marc Sauter
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Gaming-Laptop (Bild: Nvidia)
Gaming-Laptop Bild: Nvidia

Nvidia hat die Geforce RTX 3000 Mobile(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, konkret drei unterschiedliche Varianten: Die Geforce RTX 3080 ist für schnelle 17- oder 15-Zöller gedacht, die Geforce RTX 3070 eignet sich für die Oberklasse und die Geforce RTX 3060 soll in Geräten für gut 1.000 Euro stecken.

Weil die Desktop-Version der Geforce RTX 3080 mit 320 Watt antritt und auch die 220 Watt der Geforce RTX 3070 für einen Laptop zu viel sind, drosselt Nvidia die thermische Verlustleistung deutlich. Wie in den vergangenen Jahren gibt es daher besonders sparsame und schnellere Varianten, allerdings fehlt bei den Geforce RTX 3000 Mobile das entsprechende Max-Q/P-Suffix.

Die Geforce RTX 3080 wird mit 80 bis 150 Watt ausgeliefert, auch sind nur 6.144 statt 10.496 ALUs vorhanden. Nvidia verzichtet folgerichtig auf einen teilaktivierten GA102-Chip und nutzt stattdessen einen GA104 im Vollausbau. Anstelle von GDDR6X-Videospeicher setzt der Hersteller auf regulären GDDR6, das Interface fällt mit 256 Bit statt 320 Bit schmaler aus. Anders als im Desktop gibt es zwei Versionen, eine mit 16 GByte und eine mit 8 GByte.

Spezifikationen der Geforce RTX 3000 Mobile (Ampere)
RTX 3080 Ti RTX 3080 RTX 3070 Ti RTX 3070 RTX 3060 RTX 3050 Ti RTX 3050
Chip GA103 GA104 GA104 GA104 GA106 GA107 GA107
FP32-ALUs 7.424 (58 SMs) 6.144 (48 SMs) 5.88 (46 SMs) 5.120 (40 SMs) 3.840 (30 SMs) 2.560 (20 SMs) 2.048 (16 SMs)
TMUs 232 192 184 160 120 80 64
RT-Cores v2 58 48 46 40 30 20 16
Tensor-Cores v3 232 192 184 160 120 80 64
Boost-Takt 1.125 bis 1.590 MHz 1.245 MHz bis 1.710 MHz 1.035 bis 1.485 MH 1.290 MHz bis 1.620 MHz 1.283 MHz bis 1.703 MHz 1.035 MHz bis 1.695 MHz 1.057 MHz bis 1.740 MHz
Videospeicher 16 GByte GDDR6 8 GByte / 16 GByte GDDR6 8 GByte GDDR6 8 GByte GDDR6 6 GByte GDDR6 4 GByte GDDR6 4 GByte GDDR6
Geschwindigkeit (?) 12 GBit/s oder 14 GBit/s (?) 12 GBit/s oder 14 GBit/s 12 GBit/s oder 14 GBit/s 12 GBit/s 12 GBit/s
Interface 256 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit 192 Bit 128 Bit 128 Bit
Bandbreite (?) 384 bzw 448 GByte/s (?) 384 bzw 448 GByte/s 288 bzw 336 GByte/s 192 GByte/s 192 GByte/s
ROPs (?) 96 96 80 48 (?) (?)
Board-Power 80 bis 150+ Watt (zzgl. 25W Boost) 80 bis 150+ Watt (zzgl. 15W Boost) 80 bis 125 Watt (zzgl. 25W Boost) 80 bis 125 Watt (zzgl. 15W Boost) 60 bis 115 Watt (zzgl. 15W Boost) 35 bis 80 Watt (zzgl. 15W Boost) 35 bis 80 Watt (zzgl. 15W Boost)
Nvidia zeigt Geforce RTX 3000 Mobile
Nvidia zeigt Geforce RTX 3000 Mobile (01:07)

Bei der Geforce RTX 3070 kommt ebenfalls ein GA104-Chip zum Einsatz, allerdings mit 5.120 statt 5.888 Shadern. Die thermische Verlustleistung sinkt von 220 Watt auf 80 bis 125 Watt, das Interface bleibt 256 Bit breit und bindet 8 GByte GDDR6-Videospeicher an. Die Geforce RTX 3060 verwendet den GA106 mit mehr Shader-Einheiten als im Desktop: Hier gibt es 3.840 statt 3.584 ALUs samt einem 192-Bit-Interface mit 6 GByte GDDR6, das Power-Budget soll sich auf 60 bis 115 Watt belaufen.

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Wie hoch die Frequenzen der drei Geforce RTX 3000 Mobile im realen Betrieb ausfallen, hängt stark von der Implementierung ab. Angesichts dessen, dass Nvidia eine sehr große Spannweite bei der thermischen Verlustleistung erlaubt, sind Taktraten ohnehin wenig aussagekräftig. Es gilt beim Laptop-Kauf also darauf zu achten, welches Power-Budet der Grafikeinheit zur Verfügung steht, was jedoch oft ohne einen Test nicht erkennbar ist.

Erste Notebooks von unter anderem Acer, Alienware, Asus, Dell, Gigabyte, Lenovo, MSI und Razer sollen ab Ende Januar 2021 verfügbar sein.


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