Lapsus$: Hacker veröffentlichen sicherheitsrelevante Samsung-Daten

Samsung ist Opfer der gleichen Hackergruppe geworden, die zuvor auch Daten von Nvidia gestohlen hat.

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Samsung hat ein Problem mit einer Hackergruppe.
Samsung hat ein Problem mit einer Hackergruppe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Der südkoreanische Hersteller Samsung ist Opfer eines Angriffs auf seine IT-Infrastruktur geworden. Die Hackergruppe Lapsus$ hat 190 GByte an sicherheitsrelevanten Daten erbeuten können, wie die Gruppe der Webseite Bleeping Computer zufolge mitgeteilt hat.

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Die Daten stehen in drei Einzeldateien als Torrent zum Download zur Verfügung. Sie enthalten Quelltext zu zahlreicher proprietärer Software von Samsung. Unter anderem sind die Quellcodes für jedes Trusted Applet Samsungs enthalten, die auch die Hardware-Encryption betreffen.

Außerdem sollen die Dateien die Algorithmen zu den biometrischen Entsperrmechanismen für Samsung-Geräte enthalten. Auch der Bootloader-Quelltext für alle jüngsten Samsung-Geräte ist veröffentlicht worden, ebenso vertraulicher Sourcecode von Qualcomm. Neben den Daten soll zudem der volle Quelltext enthalten sein, der Samsungs Authentifizierungssystem beschreibt.

Hackergruppe erbeutete zuvor Daten von Nvidia

Samsung hat sich mittlerweile zu dem Datendiebstahl geäußert, wie Sammobile berichtet. Demnach soll tatsächlich Quelltext entwendet worden sein, allerdings keine persönlichen Daten. Samsung zufolge wurden Maßnahmen getroffen, um derartige Angriffe in Zukunft zu verhindern.

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Bei Lapsus$ handelt es sich um die gleiche Hackergruppe, die Ende Februar 2022 bereits von Nvidia Daten gestohlen hatte. Lapsus$ drohte, Informationen zu der von Nvidia entwickelten Crypto-Mining-Drossel zu verkaufen, sollte Nvidia kein Lösegeld zahlen. Nach dem Hack gelangten stückweise immer mehr Informationen aus den erbeuteten Daten an die Öffentlichkeit.

Ob hat die Hackergruppe im Falle des Datendiebstahls bei Samsung ursprünglich auch ein Lösegeld verlangt hat, ist nicht bekannt. Die Daten sind mittlerweile jedenfalls bereits im Netz verfügbar, Samsung hat also entweder nicht gezahlt oder es wurde keine Lösegeldforderung gestellt.

Mittlerweile scheint es bei Samsung allerdings Unmut gegenüber dem Chef der MX Division, TM Roh, zu geben. Nach dem Datenleck und der negativen Presse aufgrund der Drosselung von etwa 10.000 Apps auf aktuellen Smartphones sprechen einige bei Samsung Roh offenbar die Führungsqualitäten ab.

Nachtrag vom 7. März 2022, 13:53 Uhr

Samsung hat sich mittlerweile zu dem Vorfall geäußert. Wir haben den Artikel entsprechend ergänzt.

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