LAPD: Versteckte Überwachungskameras mit neuen Smartphones finden

Eine Forschungsguppe nutzt Smartphone-Sensoren für Augmented Reality, um heimlich angebrachte Überwachungskameras zu entdecken.

Artikel veröffentlicht am ,
Heimliche Überwachung (Symbolbild)
Heimliche Überwachung (Symbolbild) (Bild: Sharpi1980/Pixabay)

Neue High-End-Smartphones wie Apples iPhone 12 und 13 oder das Galaxy S20+ von Samsung enthalten einen laserbasierten ToF-Sensor für Augmented-Reality-Anwendungen. Mit der Technik lassen sich jedoch auch versteckte Kameras entdecken, wie eine Forschungsgruppe herausgefunden hat.

Stellenmarkt
  1. Manager Informationssicherheit / Datenschutz Erzeugung (w/m/d)
    EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Stuttgart
  2. Cloud / DevOps Engineer (m/w/d)
    Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg vor der Höhe
Detailsuche

ToF steht für Time of Flight und funktioniert über reflektiertes Licht, mit dem die Entfernung von Objekten bestimmt werden kann. Die Sensoren werden beispielsweise in Lidar-Systemen eingesetzt, mit denen etwa Saugroboter ihre Umgebung wahrnehmen oder durch einen Hack auch als Lasermikrofon missbraucht werden können.

Auf dieser Basis hat die Forschungsgruppe von der Nationaluniversität Singapur und der Yonsei Universität in Südkorea LAPD entwickelt. Das Kürzel steht nicht etwa für das Los Angeles Police Department, sondern für Laser-Assisted Photography Detection. Mit der Technik können Kameralinsen in einem abgescannten Bereich über zurückgeworfenes Licht erkannt werden.

Die Bedienung funktioniere komfortabel über eine App, deren Code als Open Source veröffentlicht werden solle, teilte einer der beteiligten Forscher dem Onlinemagazin The Register mit. Bevor der Code veröffentlicht werde, müsse er sich jedoch noch mit seinen Kollegen abstimmen.

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe
Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    4. März 2022, Virtuell
  2. SAMBA Datei- und Domänendienste einrichten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

"In unseren umfassenden Experimenten erreicht LAPD eine Erkennungsrate von 88,9 Prozent bei versteckten Kameras, verglichen mit dem bloßen Auge, das nur eine Erkennungsrate von 46,0 Prozent bei versteckten Kameras erzielt", heißt es in dem Forschungspapier. Gleichzeitig habe die Technik im Test die mit Abstand niedrigste Falsch-Positiv-Rate erreicht.

Verborgene Kameras bei Ikea und Airbnb

"Winzige versteckte Spionagekameras, die an sensiblen Orten wie Hotelzimmern und Toiletten angebracht werden, stellen weltweit eine zunehmende Bedrohung für die Privatsphäre dar", heißt es in dem Forschungspapier. "So wurden beispielsweise allein in Südkorea in einem einzigen Jahr über 6.800 solcher Fälle gemeldet."

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Ikea heimlich auf Angestellten-Toiletten gefilmt hatte. Die Überwachungskameras wurden von Beschäftigten in Großbritannien nach Jahren durch Zufall entdeckt. Auch bei Airbnb werden immer wieder Fälle bekannt, in denen Gäste mit heimlich angebrachten Überwachungskameras gefilmt wurden. Wie solche heimlich angebrachten Kameras mit verschiedenen Methoden entdeckt werden können, hat Golem.de bereits ausführlich berichtet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Blender Foundation
Blender 3.0 ist da

Die freie 3D-Software Blender bekommt ein Update - wir haben es uns angesehen.
Von Martin Wolf

Blender Foundation: Blender 3.0 ist da
Artikel
  1. Ikea Åskväder: Modulare Steckdosenleiste startet in Deutschland
    Ikea Åskväder
    Modulare Steckdosenleiste startet in Deutschland

    Die modulare Steckdosenleiste von Ikea ermöglicht viele Anpassungen und wird erstmals auf der Ikea-Webseite gelistet.

  2. Bald exklusiv bei Disney+: Serien verschwinden aus Abos von Netflix und Prime Video
    Bald exklusiv bei Disney+
    Serien verschwinden aus Abos von Netflix und Prime Video

    Acht Serienklassiker gibt es bald nur noch exklusiv bei Disney+ im Abo. Dazu gehören Futurama, Family Guy und 24.
    Von Ingo Pakalski

  3. Wochenrückblick: Acht neue Kerne
    Wochenrückblick
    Acht neue Kerne

    Golem.de-Wochenrückblick Qualcomm stellt Chips vor, und wir testen den Fire-TV-Stick: die Woche im Video.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: Toshiba Canvio 6TB 88€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8GB 1.019€ • Netgear günstiger (u. a. 5-Port-Switch 16,89€) • Norton 360 Deluxe 2022 18,99€ • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G3 27" FHD 144Hz 219€) • Spiele günstiger (u. a. Hades PS5 15,99€) [Werbung]
    •  /