Lantern: Anti-Zensur-App hat massiven Zuwachs in Russland

Mit Lantern lässt sich Zensur dank Peer-to-Peer-Technik umgehen. Die bisher vor allem in China beliebte App wächst nun massiv in Russland.

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Lantern verspricht einen ungefilterten Zugang zum Internet.
Lantern verspricht einen ungefilterten Zugang zum Internet. (Bild: Pixabay)

Die Anti-Zensur-Software Lantern erfreut sich in Russland derzeit nach Aussagen der Entwickler wohl extrem wachsender Beliebtheit, wie das Magazin Vice berichtet. Die plattformübergreifende Software ermöglicht prinzipiell den Zugriff auf Webseiten, die von der Regierung zensiert werden, was zurzeit etwa soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter betrifft.

Darüber hinaus ermöglicht Lantern die Nutzung eines eigenen Peer-to-Peer-Netzwerks, in dem Inhalte zwischen Nutzern der App verteilt werden können. Lucas, einer der Lantern-Entwickler, der unter Pseudonym agiert, sagte Vice: "Wir haben in den letzten zwei Jahren in Russland einiges auf die Beine gestellt". Weiter heißt es: "Innerhalb Russlands ist Lantern jetzt auch ein Peer-to-Peer-Netzwerk, das all diese oppositionellen Inhalte enthält, die intern verteilt werden."

Mehr Traffic als in China

In dem Bericht heißt es, dass Lantern inzwischen mehr Netzwerkverkehr in Russland verarbeitet als in China. Dabei lag gerade China bisher im Hauptfokus der App, deren Entwicklung auch durch den von der US-Regierung unterstützten Open Technology Fund mitfinanziert wurde. Der starke Fokus von Lantern auf China liegt vor allem an dessen abgeschottetem Netz und ausgeklügelten Filter- und Zensurmaßnahmen, die eine Umgehung deutlich mehr erschweren, als dies zumindest bisher in Russland der Fall sein dürfte.

Laut Angabe der Betreiber von Lantern ist der Netzwerkverkehr in den vergangenen vier Wochen um 100.000 Prozent gestiegen. Konkrete Zahlen dazu werden jedoch nicht genannt. Darüber hinaus ist die App weltweit etwa 150 Millionen Mal heruntergeladen worden und hat inzwischen 7 Millionen monatlich aktiv Nutzer. Zahlen für einzelne Länder oder Regionen nennt das Team aber nicht.

Dass die App in Russland so stark wächst, dürfte unter anderem daran liegen, das Bürgerrechtsorganisation wie Access Now die Nutzung von Lantern neben anderen Werkzeugen wie etwa Tor oder Tunnelbear empfehlen. Und sollte Russland sein Internet tatsächlich weitgehend vom Rest der Welt trennen, kann Lantern dank des Peer-to-Peer-Konzepts weiter im Land verwendet werden, um Informationen auszutauschen.

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carcorpses 28. Mär 2022

Aus welcher Versenkung kommt das auf einmal? Was ist daran nun anders als bei Tor oder...

Muhaha 28. Mär 2022

Das ist in China schon etwas anderes als im Westen. Im Westen geht die Bevölkerung...

M.P. 28. Mär 2022

In der westlichen Welt rikiert man ja immerhin nur all sein Geld der Medienindustrie als...



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