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Lidar wird nicht mehr benötigt

Bislang nutzt der Fahrassistent auch den Laserscanner (Lidar) unter der vorderen Stoßstange. "Technische Evaluierungen haben ergeben, dass die Systemperformance und damit der Kundennutzen auch ohne Laserscanner auf einem optimalen Niveau bleiben. Deshalb hat man sich entschieden, den Laserscanner für das Assistenzpaket Tour entfallen zu lassen. Der Kunde erhält im Zuge der Angebotsanpassung eine Preisreduzierung", teilte Audi mit. Nun soll der Lidar nur noch bei dem geplanten Parkassistenten Plus mit Garagenfunktion zum Einsatz kommen. Dabei lässt sich das Auto von außen mit Hilfe des Smartphones einparken.

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Gegen einen weiteren Aufpreis von 1.300 Euro gibt es eine "Sitzbelüftung mit Massagefunktion" für die Vordersitze. Damit lassen sich lange Reisen zumindest als Fahrer und Beifahrer angenehmer ertragen. Audi hatte für die Fahrt zwar eigens zwei Tourbusse engagiert, damit sich die fahrenden Journalisten und das Betreuerteam zwischendurch eine Mütze Schlaf nehmen konnten. Doch das war nicht unbedingt notwendig. Selbst auf den Rücksitzen ist der SUV bequem genug, um eine 24-Stunden-Fahrt durchzuhalten. Dafür gibt es eigens den Fahrmodus "Comfort", bei dem die Luftfederung jede Bodenwelle wegschluckt. Im Fahrmodus "Efficiency" wird hingegen das Fahrzeug stärker abgesenkt, um weniger Luftwiderstand zu bieten.

Kein akustisches Warnsystem

Angenehm auf langen Fahrten ist das für Elektroautos typische Geräuschniveau. Oder besser gesagt: das fast vollständige Fehlen der Motorgeräusche. Lediglich im Stop-and-go-Verkehr in einer Baustelle lässt sich auf den Rücksitzen das leise Summen des E-Motors vernehmen. Gegen einen Aufpreis von 420 Euro netto gibt es noch eine Akustikverglasung für die Seitenscheiben. Für weniger Fahrtgeräusche sollen zudem die virtuellen Außenspiegel sorgen. Auch beim Laden mit 150 kW bleibt der E-Tron völlig leise, so dass die Ladepause gut für Nickerchen genutzt werden kann.

Doch der leise Elektroantrieb hat für die anderen Verkehrsteilnehmer auch seine Tücken. So gab es eine Schrecksekunde, als im österreichischen Längenfeld eine Fahrradfahrerin knapp vor dem E-Tron vom Bürgersteig mitten auf die Fahrbahn fuhr. Es ist gut möglich, dass sie das Auto gar nicht gehört und dadurch ohne zusätzlichen Schulterblick den Gehweg verlassen hat. Begünstigt werden solche Situationen dadurch, dass Audi den E-Tron nicht mit einem akustischen Fahrzeugwarnsystem (AVAS) ausgestattet hat. Solche Systeme sind EU-weit seit Juli 2019 in neuen Fahrzeugtypen vorgeschrieben. Da der E-Tron schon vorher auf dem Markt war, braucht er ein solches Warnsystem nicht. Das ist erst in vom 1. Juli 2021 an produzierten Modellen erforderlich.

Stromkosten werden deutlich steigen

Ein sinnvolles, wenn auch teures Extra sind die Matrix-LED-Scheinwerfer für gut 1.200 Euro netto. In Kombination mit dem Fernlichtassistenten leuchtet der E-Tron dann automatisch die Fahrbahn so aus, dass entgegenkommende Fahrzeuge nicht geblendet werden. Auf der nächtlichen Fahrt durch halb Europa haben sich auch die virtuellen Außenspiegel durchaus bewährt. Herannahende Fahrzeuge lassen sich darin gut und blendfrei erkennen. Allerdings sind die Spiegel immer noch gewöhnungsbedürftig. Denn das Display des linken Spiegels ist so positioniert, dass es verdeckt wird, wenn der Arm während der Fahrt auf der Tür abgelegt wird. Dabei hat das System nicht nur nachts Vorteile. So wird das dargestellte Sichtfeld der Verkehrssituation angepasst. Beispielsweise erweitert sich beim Abbiegevorgang die Sicht zur Seite der Blinkrichtung, um den toten Winkel zu verringern. Beim Rangieren und Einparken wird das Sichtfeld nach unten erweitert.

Vergleichsweise günstig waren die Stromkosten auf dem 1.000-Meilen-Trip. Für die geladenen 500 kWh wurden 88,75 Euro abgerechnet, was etwa 5,20 Euro pro 100 Kilometern entspricht. Das ist deutlich weniger als die Spritkosten bei einem vergleichbaren Verbrenner-SUV. Doch so günstig wird das Laden künftig nicht mehr sein. Denn Ionity will seine Ladepauschale von 8,00 Euro in absehbarer Zeit auf eine verbrauchsbasierte Abrechnung umstellen. So werden bei einem E-Tron selbst dann 33 Cent pro Kilowattstunde fällig, wenn der Besitzer den Ladetarif Transit für 17,95 Euro im Monat gebucht hat. Bei diesem Preis wären die Stromkosten rund doppelt so hoch gewesen. Allerdings lohnen sich dann auch kürzere Ladestopps von weniger als 24 kWh, die dann günstiger als die bisherige Pauschale sind.

Insgesamt haben die 28 Stunden durch Europa gezeigt, dass Langstreckenfahrten mit dem E-Tron inzwischen machbar sind. Aber sollte man das von einem Auto, das mit allen Extras 107.310,01 Euro kostet, nicht anders erwarten? In Ländern ohne HPC-Lader, wozu praktisch ganz Süd- und Osteuropa zählen, sind allerdings längere Ladezeiten von mehreren Stunden einzukalkulieren. Hier macht sich der hohe Verbrauch dann negativ bemerkbar, weil er nicht durch eine hohe Ladeleistung ausgeglichen werden kann. Dort werden selbstverständliche Dinge mit dem E-Tron noch einige Zeit eine Herausforderung bleiben.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Audi an der Testfahrt teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze von Audi übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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 Audi plant Upgrade für mehr Reichweite
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jo-1 14. Sep 2019

worauf verzichtest Du denn konkret? Auf den eigenen Hausbau oder Beton oder seltenes...

ulink 09. Sep 2019

Die Fakten sprechen fuer sich, und das sind KEINE "alternativen" Fakten. Wasserstoff...

Achined 06. Sep 2019

Audi hat doch per LKW eigene Ladesäulen mit auf die Tour genommen, da macht das saubere...

Niaxa 06. Sep 2019

Welches wichtige Thema? Tesla ist E Schrott und schafft es nicht mal eine Nische gut und...

ulink 06. Sep 2019

OK, danke für die Info. Ein "Staupilot" ist aber technisch nicht wirklich anspruchsvoll...


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