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Audi plant Upgrade für mehr Reichweite

Die Fahrt hat zumindest gezeigt: Der E-Tron kann problemlos über längere Zeit mit 150 kW laden. Nach 20 Minuten hat der Akku eine Reichweite von fast 200 Kilometern nachgeladen. Gibt es auf der Strecke ausreichend HPC-Ladestationen, ist eine längere Autobahnfahrt mit 120 bis 130 km/h durchaus machbar. Was beim E-Tron zudem auffällt: Der Energieverbrauch steigt mit zunehmender Geschwindigkeit nicht so stark an wie bei den Tesla-Modellen. Während beim E-Tron zwischen 130 und 150 km/h der Verbrauch nur um 12 Prozent zulegte, waren es beim Model X 17 Prozent. Das heißt, der Verbrauch wird beim E-Tron nicht so stark von Faktoren wie Luft- und Rollwiderstand beeinflusst, sondern von Klimatisierung und anderen Verbrauchern.

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Hier liegt vermutlich auch der Grund dafür, dass Audi im Vergleich zu Tesla deutlich schlechter abschneidet. Der US-Autohersteller hat einige Jahre Vorsprung, was die Optimierung seiner Elektroautos betrifft. Gerüchten zufolge will Audi den E-Tron daher effizienter machen. Das soll erstmals beim geplanten Sportback umgesetzt werden, der Anfang nächsten Jahres produziert werden soll. Der "normale" E-Tron erhält die Verbesserungen ebenfalls serienmäßig. Da sie Änderungen bei Soft- und Hardware betreffen, lassen sich bislang verkaufte Modelle nicht damit nachrüsten. Zudem benötigten die Autos durch verbrauchsrelevante Änderungen eine neue Zulassung. Dadurch soll die Reichweite um rund zehn Prozent gesteigert werden.

Hilfreiche Assistenzsysteme

An die Verbrauchswerte eines Tesla Model 3 oder Hyundai Kona wird der E-Tron jedoch nicht herankommen. So verwendet das Model 3 beispielsweise mit dem permanenterregten Synchronmotor einen effizienteren Antrieb als der E-Tron mit seinen beiden Asynchronmotoren. Zudem hat der Tesla einen besseren cw-Wert und wiegt bis zu 900 Kilo weniger. Der geringere Batterienutzungsgrad (SoC-Hub) des Audi von 88 Prozent ermöglicht zwar ein schnelleres Laden, reduziert aber im Gegenzug die Reichweite.

  • Los ging es morgens um kurz vor 9 Uhr im slowenischen Touristenort Bled. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit vollem Akku ging es mit dem E-Tron auf die Reise über zehn Länder nach Amsterdam. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dabei setzte Audi nicht auf langsame Wechselstromlader, sondern vor allem auf die Schnelllader von Ionity. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Über die Tauernautobahn ging es nach Österreich. (Foto: Audi)
  • Belastungstest für die Ladestation: Vier Elektroautos laden gleichzeitig mit 150 Kilowatt. (Foto: Audi)
  • Noch bei einem Ladestand von 68 Prozent wurde die volle Ladeleistung von 151 kW abgerufen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Entsprechend schnell waren die Akkus wieder voll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Selbst bei einer fast vollen Batterie lädt der E-Tron noch mit 67 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In Richtung Italien war die Strecke nicht so schnell und damit sparsamer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Durchschnittsverbrauch sank auf 24,4 kWh pro 100 Kilometer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mangels Schnelllader in Bozen hat Audi eine mobile Ladestation bereitgestellt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dort sind Akkus aus der Vorserie eingebaut. Man sieht noch den Staub von den Testfahrten in der Wüste. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Akkus werden so wie im Auto angesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Container werden unter anderem auf Messen eingesetzt und können an das Drehstromnetz angeschlossen werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dichter Nebel erschwerte die Fahrt über das Timmelsjoch von Südtirol nach Österreich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch die Matrix-LED-Scheinwerfer ermöglichten in der Höhe keine bessere Sicht.
  • Nach der Auffahrt zum Pass war die Reichweite erwartungsgemäß deutlich gesunken. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach 60 Kilometern Abstieg ins Inntal blieb sie jedoch unverändert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Keine Probleme gab es mit einem Ionity-Lader in Vorarlberg. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die E-Tron-Ladekarte wurde an allen Ladestationen erkannt und akzeptiert. (Foto: Audi)
  • Bei strömendem Regen in der Schweiz gab es die nächste Ladepause. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach der Autobahnfahrt mit teilweise 200 km/h in Deutschland war der Akku ziemlich leer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In Achern sollte der E-Tron an einer Allego-Station wieder mit 150 kW laden.(Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Doch das funktionierte nicht, weil die Station einen Fehler meldete. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Trotz vollem Akku wurde die Reichweite nur mit 242 Kilometern berechnet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dennoch erreichten wir im Morgengrauen problemlos die nächste Ladestation in der Eifel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dort lud Ionity wieder mit fast 150 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die sogenannte Reichweiten-Kartoffel auf dem Navigationssystem des E-Tron (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei Sonnenaufgang ging es weiter in Richtung Luxemburg. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Schlenker über das Großherzogtum verzögerte die Fahrt nach Amsterdam deutlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Am Flughafen Lüttich gibt es bereits einen neuen Ionity-Lader. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den weißen Kästen befinden sich die Gleichrichter für die Schnelllader. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Überdachte Stationen gibt es vom Ladenetzwerk Fastned in den Niederlanden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit einigen Stunden Verzögerung wurde das letzte Etappenziel erreicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach 23:10 Stunden Fahrtzeit rollten die E-Tron zum Flughafen Amsterdam Schiphol. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Durchschnittsverbrauch lag am Ende bei 27,2 kWh pro 100 Kilometer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bei Sonnenaufgang ging es weiter in Richtung Luxemburg. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Für eine angenehme Langstreckenfahrt mit dem E-Tron sprechen aber weitere Faktoren. Dazu zählen unter anderem die Fahrassistenzsysteme wie der Abstandsregeltempomat mit Spurhalteassistent. Dabei erkennt der E-Tron ebenso wie der EQC die Verkehrszeichen automatisch und passt die Geschwindigkeit entsprechend an. Dieses "Assistenzpaket Tour" schlägt mit 1.806 Euro netto zu Buche. In Kombination mit dem Effizienzassistenten des Elektroantriebs verfügt der E-Tron über eine prädiktive Regelung, die die Geschwindigkeit den Tempolimits und dem Straßenverlauf anpasst. Hierbei kann die Einhaltung der Limits zugunsten einer höheren Effizienz auf Wunsch verzögert werden.

Freihanderkennung stört nicht

Der E-Tron erkennt dabei auch Verkehrszeichen mit Einschränkungen. So wird auf das Hinweisschild "Bei Nässe" nur dann reagiert, wenn der Scheibenwischer eingeschaltet ist. Auf der Fahrt funktionierte die Verkehrszeichenerkennung zuverlässig, wenn auch nicht perfekt. Die sogenannte Freihanderkennung ist im E-Tron eher scharf eingestellt. Schon nach wenigen Sekunden leuchtet im Armaturenbrett ein kleines gelbes Lenkrad auf, wenn der Fahrer die Hände vom Lenkrad genommen hat. Nach etwa 15 Sekunden gibt es eine größere optische Warnung im Display. Nach weiteren 15 Sekunden erfolgt eine akustische Warnung. Reagiert der Fahrer immer noch nicht, straffen sich zunächst die Gurte, um anschließend einen Nothalt einzuleiten.

Angenehm beim E-Tron: Ein leichtes Berühren des Lenkrads reicht aus, um die Warnhinweise zum Verschwinden zu bringen. Eine kurze Lenkbewegung, wie bei anderen Fahrzeugen, ist nicht erforderlich. Selbst eine kleine Berührung mit dem Knie stellt die kapazitive Erkennung zufrieden. Dennoch verleitet dieses System nicht dazu, den Verkehr aus den Augen zu verlieren. Dafür sind die Warnhinweise zu penetrant. Sinnvoll ist zudem, dass sich das System nicht sofort abschaltet, wenn die Hand das Lenkrad nicht mehr berührt. Das hat uns beim Test des Hyundai Ioniq gestört. Der E-Tron beherrscht zudem den Stop-and-go-Verkehr im Stau. Allerdings fährt er nur dann wieder selbstständig an, wenn das Fahrzeug nicht länger als einige Sekunden gestanden hat.

Nach Angaben von Audi soll das Fahrassistenzpaket demnächst billiger werden. Mit einem kuriosen Grund.

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jo-1 14. Sep 2019

worauf verzichtest Du denn konkret? Auf den eigenen Hausbau oder Beton oder seltenes...

ulink 09. Sep 2019

Die Fakten sprechen fuer sich, und das sind KEINE "alternativen" Fakten. Wasserstoff...

Achined 06. Sep 2019

Audi hat doch per LKW eigene Ladesäulen mit auf die Tour genommen, da macht das saubere...

Niaxa 06. Sep 2019

Welches wichtige Thema? Tesla ist E Schrott und schafft es nicht mal eine Nische gut und...

ulink 06. Sep 2019

OK, danke für die Info. Ein "Staupilot" ist aber technisch nicht wirklich anspruchsvoll...


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