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Reichweitenanzeige nicht aussagekräftig

Das heißt, der E-Tron berechnet die Reichweite nach dem zurückliegenden Verbrauch und unabhängig von der geplanten Fahrtroute. Denn nach den 60 Kilometern Bergfahrt auf der österreichischen Seite bis ins Inntal wird dieselbe Reichweite von 182 Kilometern unverändert angezeigt. Der Durchschnittsverbrauch ist wieder auf 24,5 kWh gesunken. Hilfreich wäre wie bei Tesla-Modellen eine Angabe, wie viel Prozent der Akkukapazität beim Erreichen des Ziels noch zur Verfügung stehen. Spiegel Online warf dem E-Tron nach einem Test gar eine "wankelmütige" Reichweitenprognose vor.

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Nach zwei weiteren Ladestopps an Ionity-Stationen in Vorarlberg (Klösterle) und bei Zürich (Kemptthal) kommt der Tross kurz vor Mitternacht in Deutschland an. Von den 1.000 Meilen sind nicht einmal die Hälfte geschafft. Dabei sind die vier Autos schon 15 Stunden unterwegs. Um nach 24 Stunden in Amsterdam anzukommen, muss auf der Rheintalautobahn in Richtung Norden noch einmal richtig Strom gegeben werden.

Alle Tücken der Infrastruktur auf einmal

Bei der Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h steigt der Verbrauch rapide an. Mit gerade einmal 5 Kilometern Restreichweite erreichen wir nach einer Strecke von 238 km gegen 0:30 Uhr den Autohof in Achern zwischen Offenburg und Baden-Baden. Bei gut 15 Kilometern Restreichweite hat der E-Tron die verfügbare Leistung bereits gedrosselt. Dass es nicht ratsam ist, das Spielchen weiterzutreiben, hat ein E-Tron-Fahrer auf Youtube dokumentiert. Bei einem Extremtest mit Dauervollgas war er nach 175 km mit leerem Akku liegen geblieben und musste abgeschleppt werden.

  • Los ging es morgens um kurz vor 9 Uhr im slowenischen Touristenort Bled. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit vollem Akku ging es mit dem E-Tron auf die Reise über zehn Länder nach Amsterdam. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dabei setzte Audi nicht auf langsame Wechselstromlader, sondern vor allem auf die Schnelllader von Ionity. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Über die Tauernautobahn ging es nach Österreich. (Foto: Audi)
  • Belastungstest für die Ladestation: Vier Elektroautos laden gleichzeitig mit 150 Kilowatt. (Foto: Audi)
  • Noch bei einem Ladestand von 68 Prozent wurde die volle Ladeleistung von 151 kW abgerufen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Entsprechend schnell waren die Akkus wieder voll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Selbst bei einer fast vollen Batterie lädt der E-Tron noch mit 67 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In Richtung Italien war die Strecke nicht so schnell und damit sparsamer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Durchschnittsverbrauch sank auf 24,4 kWh pro 100 Kilometer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mangels Schnelllader in Bozen hat Audi eine mobile Ladestation bereitgestellt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dort sind Akkus aus der Vorserie eingebaut. Man sieht noch den Staub von den Testfahrten in der Wüste. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Akkus werden so wie im Auto angesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Container werden unter anderem auf Messen eingesetzt und können an das Drehstromnetz angeschlossen werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dichter Nebel erschwerte die Fahrt über das Timmelsjoch von Südtirol nach Österreich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch die Matrix-LED-Scheinwerfer ermöglichten in der Höhe keine bessere Sicht.
  • Nach der Auffahrt zum Pass war die Reichweite erwartungsgemäß deutlich gesunken. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach 60 Kilometern Abstieg ins Inntal blieb sie jedoch unverändert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Keine Probleme gab es mit einem Ionity-Lader in Vorarlberg. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die E-Tron-Ladekarte wurde an allen Ladestationen erkannt und akzeptiert. (Foto: Audi)
  • Bei strömendem Regen in der Schweiz gab es die nächste Ladepause. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach der Autobahnfahrt mit teilweise 200 km/h in Deutschland war der Akku ziemlich leer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In Achern sollte der E-Tron an einer Allego-Station wieder mit 150 kW laden.(Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Doch das funktionierte nicht, weil die Station einen Fehler meldete. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Trotz vollem Akku wurde die Reichweite nur mit 242 Kilometern berechnet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dennoch erreichten wir im Morgengrauen problemlos die nächste Ladestation in der Eifel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dort lud Ionity wieder mit fast 150 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die sogenannte Reichweiten-Kartoffel auf dem Navigationssystem des E-Tron (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei Sonnenaufgang ging es weiter in Richtung Luxemburg. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Schlenker über das Großherzogtum verzögerte die Fahrt nach Amsterdam deutlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Am Flughafen Lüttich gibt es bereits einen neuen Ionity-Lader. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den weißen Kästen befinden sich die Gleichrichter für die Schnelllader. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Überdachte Stationen gibt es vom Ladenetzwerk Fastned in den Niederlanden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit einigen Stunden Verzögerung wurde das letzte Etappenziel erreicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach 23:10 Stunden Fahrtzeit rollten die E-Tron zum Flughafen Amsterdam Schiphol. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Durchschnittsverbrauch lag am Ende bei 27,2 kWh pro 100 Kilometer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Doch das funktionierte nicht, weil die Station einen Fehler meldete. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Nach den bisherigen Erfahrungen sollte es in Achern nach einer Dreiviertelstunde weitergehen. Zwar steht dort keine Ladesäule von Ionity, doch der Ladenetzbetreiber Allego hat inzwischen ebenfalls Stationen mit Schnellladesäulen des portugiesischen Herstellers Efacec ausgerüstet. Der HV350 liefert normalerweise 80 oder 175 kW je nach Ladepunkt. Doch die Ladesäule schafft es, sämtliche Tücken der Infrastruktur auf einmal zu demonstrieren. Nicht nur, dass der Touchscreen nicht richtig funktioniert. Erst wenn man die Instruktionen der Anzeige bewusst ignoriert, stattdessen das Gegenteil macht und etwa drei Mal das Ladekabel ein- und aussteckt, wird der E-Tron überhaupt erkannt.

Zeitplan nicht mehr zu schaffen

Dann lässt sich der Ladevorgang sogar starten - um sofort mit einer Fehlermeldung abgebrochen zu werden. Selbst ein Neustart der Säule über die Hotline bringt keine Besserung. Damit steht nur bei einer der Säulen die Maximalleistung von 150 kW zur Verfügung. Noch kurioser: Die zweite Säule liefert die versprochene Leistung, kann aber im Display nur zweistellige Werte anzeigen. Statt mit 66 kW, wie in der Anzeige zu lesen war, liefert die Säule tatsächlich 166 kW (Wechselstrom).

Da nur ein Ladepunkt für HPC-Laden zur Verfügung steht, verlängert sich die Ladedauer erheblich. Trotz des vollen Akkus wird nur eine Reichweite von 242 Kilometern angezeigt. Hier zeigt sich, dass der E-Tron die Reichweite auf Basis der vorherigen schnellen Autobahnfahrt berechnet. Unabhängig davon, ob auf der kommenden Strecke überhaupt so schnell gefahren werden kann. Erst nach 2:30 Uhr geht es weiter in Richtung Frankreich. Es ist schon abzusehen, dass die restlichen 700 Kilometer und vier Länder nicht mehr innerhalb der 24 Stunden geschafft werden können.

Durchschnittsverbrauch bei 27,2 kWh

Keine Probleme gibt es dann wieder an einer Ionity-Ladestation in der Eifel (Niederöfflingen), die am frühen Morgen nach gut drei Stunden erreicht wird. Nach der mit knapp 260 Kilometern längsten Etappe verbleibt noch eine Restreichweite von 40 Kilometern im Akku. Zwischendurch verwirrt uns allerdings die Reichweitenanzeige. Weil nicht klar ist, ob der Akku noch reicht, wird die Geschwindigkeit vorsichtshalber etwas reduziert. Nach einem Schlenker über Luxemburg und einem weiteren Ladestopp am Flughafen Lüttich wird schließlich gegen 12:15 Uhr das Ziel am Flughafen Amsterdam-Schiphol erreicht.

Das Resultat in Zahlen: Zur reinen Fahrtzeit von 23:10 Stunden kommen mehr als vier Stunden für das Aufladen der Elektroautos. Ohne die Probleme an der Allego-Säule in Achern hätte sich die Ladezeit vermutlich auf gut drei Stunden beschränkt. Bei einer Strecke von 1.695 Kilometern ist das durchaus akzeptabel. Der Durchschnittsverbrauch lag bei 27,2 kWh pro 100 km, die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 73 km/h.

Ist das Auto damit wirklich langstreckentauglich?

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jo-1 14. Sep 2019

worauf verzichtest Du denn konkret? Auf den eigenen Hausbau oder Beton oder seltenes...

ulink 09. Sep 2019

Die Fakten sprechen fuer sich, und das sind KEINE "alternativen" Fakten. Wasserstoff...

Achined 06. Sep 2019

Audi hat doch per LKW eigene Ladesäulen mit auf die Tour genommen, da macht das saubere...

Niaxa 06. Sep 2019

Welches wichtige Thema? Tesla ist E Schrott und schafft es nicht mal eine Nische gut und...

ulink 06. Sep 2019

OK, danke für die Info. Ein "Staupilot" ist aber technisch nicht wirklich anspruchsvoll...


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