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Hohe Ladeleistung selbst bei vollem Akku

Das ist allerdings nötig. Denn auf der 102 Kilometer langen Strecke aus Slowenien hat unser Testfahrzeug bereits 125 Kilometer Reichweite eingebüßt. Bis zum nächsten Etappenziel im Südtiroler Bozen hätte es nicht mehr gereicht. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 29,8 kWh auf 100 km scheint der E-Tron unsere Erwartungen zu bestätigen. Ein hoher Verbrauch bei einer normalen Autobahnfahrt. Schließlich sind in Österreich nur 130 km/h erlaubt.

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Positiv überrascht sind wir allerdings von der Ladeleistung, die der E-Tron trotz einer Batteriekapazität von 64 Prozent noch abrufen konnte. Die 151 kW sind deutlich mehr als die 90 kW beim Mercedes EQC, den wir Anfang Juli getestet haben. Selbst bei einer fast vollen Batterie mit 95 Prozent Kapazität lädt der E-Tron noch mit 67 Kilowatt. Völlig problemlos funktioniert zudem die Audi-Ladekarte während der 24 Stunden. In keinem der vier Länder, in denen geladen wurde, gab es damit Probleme. Entwickelt wurde die Ladekarte vom Berliner Startup Digital Charging Solutions.

Mobiler Schnelllader in Bozen

Nach dem ersten Ladestopp führt die Route über das stark befahrene Pustertal in Südtirol über die Brenner-Autobahn von Brixen nach Bozen. Bei zahlreichen Überholvorgängen testet der Journalisten-Kollege am Steuer ausgiebig die Sprintstärke des Elektroautos. Das Landstraßentempo und die lange Gefällstrecke auf der Brenner-Autobahn senken den Durchschnittsverbrauch auf 23,3 kWh pro 100 km. In Bozen wartet allerdings kein Ionity-Lader auf den Elektroauto-Tross, sondern eine mobile Ladestation, die Audi zusammen mit den Firmen FES, Riello und AW Automotive entwickelt hat. Die weißen Container sind für Fälle gedacht, in denen Audi das Schnellladen beispielsweise auf Messen oder bei Veranstaltungen präsentieren will, aber keine dauerhafte Ladestation zur Verfügung steht.

  • Los ging es morgens um kurz vor 9 Uhr im slowenischen Touristenort Bled. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit vollem Akku ging es mit dem E-Tron auf die Reise über zehn Länder nach Amsterdam. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dabei setzte Audi nicht auf langsame Wechselstromlader, sondern vor allem auf die Schnelllader von Ionity. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Über die Tauernautobahn ging es nach Österreich. (Foto: Audi)
  • Belastungstest für die Ladestation: Vier Elektroautos laden gleichzeitig mit 150 Kilowatt. (Foto: Audi)
  • Noch bei einem Ladestand von 68 Prozent wurde die volle Ladeleistung von 151 kW abgerufen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Entsprechend schnell waren die Akkus wieder voll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Selbst bei einer fast vollen Batterie lädt der E-Tron noch mit 67 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In Richtung Italien war die Strecke nicht so schnell und damit sparsamer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Durchschnittsverbrauch sank auf 24,4 kWh pro 100 Kilometer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mangels Schnelllader in Bozen hat Audi eine mobile Ladestation bereitgestellt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dort sind Akkus aus der Vorserie eingebaut. Man sieht noch den Staub von den Testfahrten in der Wüste. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Akkus werden so wie im Auto angesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Container werden unter anderem auf Messen eingesetzt und können an das Drehstromnetz angeschlossen werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dichter Nebel erschwerte die Fahrt über das Timmelsjoch von Südtirol nach Österreich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch die Matrix-LED-Scheinwerfer ermöglichten in der Höhe keine bessere Sicht.
  • Nach der Auffahrt zum Pass war die Reichweite erwartungsgemäß deutlich gesunken. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach 60 Kilometern Abstieg ins Inntal blieb sie jedoch unverändert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Keine Probleme gab es mit einem Ionity-Lader in Vorarlberg. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die E-Tron-Ladekarte wurde an allen Ladestationen erkannt und akzeptiert. (Foto: Audi)
  • Bei strömendem Regen in der Schweiz gab es die nächste Ladepause. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach der Autobahnfahrt mit teilweise 200 km/h in Deutschland war der Akku ziemlich leer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In Achern sollte der E-Tron an einer Allego-Station wieder mit 150 kW laden.(Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Doch das funktionierte nicht, weil die Station einen Fehler meldete. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Trotz vollem Akku wurde die Reichweite nur mit 242 Kilometern berechnet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dennoch erreichten wir im Morgengrauen problemlos die nächste Ladestation in der Eifel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dort lud Ionity wieder mit fast 150 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die sogenannte Reichweiten-Kartoffel auf dem Navigationssystem des E-Tron (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei Sonnenaufgang ging es weiter in Richtung Luxemburg. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Schlenker über das Großherzogtum verzögerte die Fahrt nach Amsterdam deutlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Am Flughafen Lüttich gibt es bereits einen neuen Ionity-Lader. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den weißen Kästen befinden sich die Gleichrichter für die Schnelllader. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Überdachte Stationen gibt es vom Ladenetzwerk Fastned in den Niederlanden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit einigen Stunden Verzögerung wurde das letzte Etappenziel erreicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach 23:10 Stunden Fahrtzeit rollten die E-Tron zum Flughafen Amsterdam Schiphol. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Durchschnittsverbrauch lag am Ende bei 27,2 kWh pro 100 Kilometer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Mangels Schnelllader in Bozen hat Audi eine mobile Ladestation bereitgestellt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

In dem Container sind derzeit vier Akkupakete aus der Vorserienproduktion des E-Tron gestapelt. Der Staub aus den Wüstenfahrten in Namibia liegt noch auf dem Batteriegehäuse. Geladen werden die Akkus per Starkstromkabel mit 22 kW. Ein Ladevorgang dauert dabei rechnerisch mehr als 16 Stunden. Der Gleichstrom der Batterien wird zunächst in Wechselstrom umgewandelt, bevor er in die Ladesäule von Alpitronic gespeist wird. Der HYC 225/300 ermöglicht das Laden von bis zu 300 kW (PDF). Damit war der E-Tron wieder schnell für die Fahrt übers Timmelsjoch nach Österreich bereit.

Lockere Fahrt aufs Timmelsjoch

Doch die problemlose Funktion der mobilen Ladestation sollte nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass Schnellladesäulen in Italien noch rar gesät sind. Tesla hat einige Supercharger entlang der Reiserouten platziert, beispielsweise am Brenner und in Trient. Doch in Bozen und ganz Südtirol gibt es nur zwei einzelne Ladesäulen mit 150 kW. In ganz Italien hat Ionity erst eine einzige Ladestation aufgebaut, eine Station am Brenner ist immerhin im Bau. Für eine Urlaubsreise in den Süden sind daher stundenlange Ladepausen einzuplanen.

Allerdings können die Elektroautos bei den steilen Alpenpässen auch viel Energie rekuperieren. Die engen Serpentinen hinauf zum Timmelsjoch auf knapp 2.500 Meter sind für ein Elektroauto keine Herausforderung. Angenehm leise nimmt der E-Tron jede Kurve. Gerade auf der italienischen Seite ist die Straße allerdings so eng, dass auch ein Elektroauto seine Sprintstärke nicht ausspielen kann. Hinzu kommt, dass der Gipfel bei der Testfahrt in dichten Nebel gehüllt ist. Dennoch sinkt die angezeigte Reichweite rapide. Von den 395 Kilometern, die beim Start in Bozen angezeigt wurden, sind nach den 80 Kilometern Strecke auf dem Gipfel noch 182 Kilometer übrig, der Durchschnittsverbrauch wieder auf 28,3 kWh gestiegen.

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 Langstreckentest im Audi E-Tron: 1.000 Meilen - wenig SäulenReichweitenanzeige nicht aussagekräftig 
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jo-1 14. Sep 2019

worauf verzichtest Du denn konkret? Auf den eigenen Hausbau oder Beton oder seltenes...

ulink 09. Sep 2019

Die Fakten sprechen fuer sich, und das sind KEINE "alternativen" Fakten. Wasserstoff...

Achined 06. Sep 2019

Audi hat doch per LKW eigene Ladesäulen mit auf die Tour genommen, da macht das saubere...

Niaxa 06. Sep 2019

Welches wichtige Thema? Tesla ist E Schrott und schafft es nicht mal eine Nische gut und...

ulink 06. Sep 2019

OK, danke für die Info. Ein "Staupilot" ist aber technisch nicht wirklich anspruchsvoll...


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