Langsamer statt schneller: iPhone 18 Pro Max mit 1 TByte fällt bei Dauerschreiben drastisch ab
Dem iPhone 18 Pro Max mit 1 TByte Speicher drohen deutlich langsamere Schreibgeschwindigkeiten, sobald der schnelle Cache aufgebraucht ist. Das legten neue Speichertests des Bilibili-Kanals Homolab(öffnet im neuen Fenster) nahe, wie Notebook Check berichtet(öffnet im neuen Fenster). Demnach kann die Leistung vor allem bei voller werdendem Speicher unter das Niveau mancher günstigen Micro-SD-Karte fallen.
Das 1TB-Modell soll auf QLC-Flash (Quad-Level Cell)(öffnet im neuen Fenster) setzen, der 4 Bit pro Zelle speichert. Die meisten aktuellen Smartphones verwenden dagegen TLC-Flash (Triple-Level Cell) mit 3 Bit pro Zelle, der allgemein als guter Kompromiss aus Tempo, Kapazität und Haltbarkeit gilt.
QLC bietet mehr Kapazität auf derselben Chipfläche. Der Preis dafür: weniger Geschwindigkeit und geringere Lebensdauer, da jede Zelle mehr mögliche Zustände unterscheiden muss.
Der direkte Vergleich mit TLC
Um den Unterschied zu messen, verglich Homolab das Gerät mit einem iPhone 18 Pro mit 512 GByte TLC-Speicher. Bei gewichteten 4K-Lesetests lagen die Werte noch relativ nah beieinander: 46.045 Punkte für QLC gegenüber 51.282 für TLC.
Bei gemischten Lese- und Schreiblasten wurde die Kluft größer. Bei niedrigen Queue Depths führte das TLC-Modell mit rund 38 Prozent (11.285 gegenüber 8.168). Unter schwerer Last schrumpfte der Vorsprung auf etwa 12 Prozent (35.992 gegenüber 32.219).
Leistungseinbruch, sobald der Cache voll ist
Wie viele andere moderne Smartphones nutzt das iPhone 18 Pro Max offenbar einen kleinen SLC-Cache (Single-Level Cell), um kurze Datenspitzen abzufangen. Solange dieser Platz hat, maß Homolab Geschwindigkeiten von über 3.000 MB/s.
Ist der Cache erschöpft, greift das Phone offenbar auf einen sekundären Puffer zurück, der TLC-Verhalten simuliert. Diese Stufe erreichte im Schnitt 578 MB/s, schwankte aber erheblich. Lief auch dieser leer, wurde direkt auf den rohen QLC-Speicher geschrieben, mit durchschnittlich nur noch 79,4 MB/s und Tiefstwerten von 25,6 MB/s.
Noch düsterer sah es bei teilweise gefülltem Speicher aus. Die rohen QLC-Schreibzugriffe erreichten in diesem Zustand im Schnitt 45 MB/s und brachen bis auf 1,1 MB/s ein. Homolabs Daten deuten zudem darauf hin, dass TLC-basierter UFS-4.0-Speicher in anderen Flaggschiffen unter vergleichbarer Last deutlich stabiler blieb.
Was das im Alltag bedeutet
Im normalen Gebrauch, also beim Nachrichtenschreiben, Surfen und gelegentlichen Fotos, dürfte das Problem kaum auffallen, da der Cache kurze Schreibspitzen abfängt. Anders sieht es bei anhaltenden Schreiblasten aus: Lange 4K- oder ProRes-Aufnahmen, große Dateitransfers und das Zurückspielen von Backups können das Phone über den schnellen Puffer hinaus beanspruchen.
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