Langsam, aber funktionstüchtig: Modder macht Game Boy fit fürs Bitcoin-Mining

Ein Modder hat Nintendos Game Boy zum portablen Mining-Rig für Bitcoins umgebaut. Reich macht ihn der schürfende Handheld aber wohl nicht.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Der Modder "stacksmashing" schürft mit einem Game Boy Bitcoins.
Der Modder "stacksmashing" schürft mit einem Game Boy Bitcoins. (Bild: youtube.com / stacksmashing)

Ein Modder mit dem Online-Pseudonym "stacksmashing" hat aus dem 1989 veröffentlichten Game Boy von Nintendo eine Recheneinheit zum Schürfen von Kryptowährungen gebaut. Wie er in einem Video auf Youtube demonstriert, gelang es ihm im Zuge eines ersten Testlaufs, einen einfachen Beispiel-Block für die Herstellung von Bitcoins mit dem Gaming-Handheld zu produzieren.

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Um Nintendos Game Boy mit der für das Schürfen von Kryptowährungen unerlässlichen Internetverbindung zu versorgen, hat der Modder ihn über einen Raspberry Pi Pico an einen PC angeschlossen. Die Verbindung zum Mini-Rechner realisierte er über ein modifiziertes Game-Link-Kabel. Das diente ursprünglich dazu, zwei Game Boys für Multiplayer-Spiele miteinander zu verbinden.

Da das Kabel und der Raspberry Pi Pico mit unterschiedlichen Volt-Werten arbeiten, nutzte der Bastler einen Spannungswandler, um eine reibungslose Kommunikation zwischen den Geräten zu ermöglichen. Die für das Mining benötigte Software hat der Modder selbst programmiert und über eine USB-Flashkarte auf den Speicher des Game Boys kopiert.

Eine Billiarde Jahre für einen Bitcoin

Erwartungsgemäß taugt die modifizierte Spielekonsole nicht für den gewinnorientierten Praxiseinsatz. Der im Game Boy verbaute 8-Bit-Prozessor LR35902 von Hersteller Sharp ist mit 4,18 Megahertz getaktet und verarbeitet rund 0,8 Hash-Werte pro Sekunde. Laut Modder arbeitet der Handheld damit rund 125 Billionen Mal langsamer als ein professionelles ASIC-Mining-Rig. Letzteres schafft rund 100 Billionen Hashes in der Sekunde. Die Erstellung eines einzigen Bitcoin würde mit dem Game Boy rund eine Billiarde Jahre dauern.

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Unter Moddern erfreut sich Nintendos Handheld bis heute anhaltender Beliebtheit. Die tragbare Konsole ist immer wieder Bestandteil spannender Bastelexperimente. Erst im September 2020 hatten Wissenschaftler den ersten Game Boy entwickelt, der ohne Batterie und ausschließlich mit Solarstrom funktioniert.

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