Langer Marsch 7A: Chinesische Rakete explodiert kurz nach Start
Am 10. August 2026 ist die chinesische Trägerrakete Langer Marsch 7A etwa 85 Sekunden nach dem Start um 20:02 Uhr Ortszeit in Flammen aufgegangen. "Die Rakete erlebte während des Flugs eine Anomalie, und die Startmission ist gescheitert", teilte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit(öffnet im neuen Fenster). Der Grund dafür ist unbekannt.
Der Raketentyp gilt seit seinem Debüt im März 2020 als zuverlässig und flog bereits 18 Mal. Bisher wurde nur während des Jungfernflugs ein Fehlstart verbucht. Damals soll eine Motorfehlfunktion die Ursache gewesen sein(öffnet im neuen Fenster). Damit ist es der erste bekannte Totalausfall der Rakete seit sechs Jahren.
Langer Marsch 7A und die verlorene Nutzlast
Der Start der dreistufigen Rakete erfolgte vom Weltraumbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Haian. Durchgeführt wurde dieser von der Casc, dem chinesischen Unternehmen für Luft- und Raumfahrtwissenschaft und -technologien. Mit ihren etwa 60 Metern Länge kann die Langer Marsch 7A bis zu sieben Tonnen Nutzlast in den geostationären Transferorbit (GTO) transportieren.
Bei diesem Flug wurde der geostationäre Kommunikationssatellit Chinasat-4B zerstört, der die Rundfunk- und Datenübertragungsdienste für den Betreiber China Satellite Communications (Chinasat) erweitern sollte. Erst die Auswertung der Flugdaten kann zeigen, warum die Langer Marsch 7A nach einer langen, erfolgreichen Flugserie dieses Mal explodierte.
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