Landwirtschaft 4.0: Swagbot hütet das Vieh
Was macht das Vieh auf der Weide, geht es allen Tieren gut? Für einen Farmer im australischen Hinterland ist das nicht immer leicht herauszufinden. Ein Roboter soll dabei helfen.

Swagbot(öffnet im neuen Fenster) heißt der Roboter, der von Salah Sukkarieh vom Australian Centre for Field Robotics(öffnet im neuen Fenster), einer Einrichtung der Universität von Sydney, entwickelt wurde. Swagman ist der australische Ausdruck für einen Wanderarbeiter. Das robotische Pendant soll in unwegsamem Gelände die Tiere aufspüren und ihren Gesundheitszustand überprüfen. Der Swagbot kann aber auch andere Arbeiten erledigen, etwa einen Anhänger ziehen oder Unkraut jäten.
Jedes Rad kann einzeln angesteuert werden
Besonders spektakulär sieht der Swagbot nicht aus: Er fährt auf vier Rädern, die einzeln elektrisch angetrieben sind und angesteuert werden können. Das macht den Roboter sehr agil. Das Chassis ist hochbeinig, damit der Roboter gefahrlos durchs Wasser fahren kann. Oben drauf sitzt ein Gehäuse mit der Elektronik, das in etwa die Größe eines Schuhkartons hat.
Die Entwickler um Sukkarieh testen den Roboter auf einer Farm. Der Swagbot hat sich bereits im Gelände bewährt: Er bewältigt Steigungen, fährt durch Schlaglöcher oder durchquert auch mal einen Wasserlauf.
Der Roboter bekommt Sensoren
Als Nächstes will Sukkarieh den Swagbot mit verschiedenen Sensoren ausstatten, die er für seine Aufgaben als Hüter benötigt: Dazu gehört beispielsweise, die Körpertemperatur der Tiere zu messen. Der Roboter könnte auch Änderungen in ihrem Gang erfassen oder die Hinterlassenschaften der Tiere analysieren. Andere Sensoren könnten den Zustand der Weiden untersuchen, um sicherzustellen, dass das Vieh genug zu fressen hat.
Ob die Tiere die robotische Aufsicht zu schätzen wissen, ist fraglich. Die Pferde und Kühe, die Swagbot inspizieren sollte, nahmen jedenfalls erst einmal Reißaus vor dem merkwürdigen Hirten.



