Landwirtschaft: Ohne Daten geht nichts mehr auf dem Acker

5G ist derzeit noch nicht an jeder Milchkanne verfügbar. Das ist schlecht für die Landwirte. Denn in ihrer Branche ist die Digitalisierung schon weit fortgeschritten, sie sind auf Internet auf dem Feld angewiesen.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Landwirtschaft 4.0: Das Tablet wird zum ständigen Begleiter auf dem Feld.
Landwirtschaft 4.0: Das Tablet wird zum ständigen Begleiter auf dem Feld. (Bild: Bayer/The Climate Corporation)

Welches Getreide wird in dieser Saison angebaut? Wann wird gesät, wann gedüngt, wann bewässert? Jedes Jahr sieht sich ein Landwirt vor viele Entscheidungen gestellt, die den Ertrag jedes seiner Felder beeinflussen. Daten helfen ihm dabei, diese Entscheidungen zu treffen.

Inhalt:
  1. Landwirtschaft: Ohne Daten geht nichts mehr auf dem Acker
  2. Die Farm der Daten
  3. Autonome Landwirtschaftsroboter

Die Landwirtschaft ist inzwischen zu einem der am stärksten digitalisierten Wirtschaftszweige geworden: Traktoren und Mähdrescher von Herstellern wie Claas, Fendt oder John Deere sind längst fahrende Sensorstationen. Zwar sitzt noch ein Mensch am Steuer, doch der hat eher die Aufgabe, das Fahrzeug zu überwachen.

Per Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS), das mit Korrektursignalen verbessert wird, fährt der Traktor oder der Mähdrescher bis auf wenige Zentimeter genau in der Spur, so dass möglichst wenige Pflanzen beschädigt werden. Manche der Maschinen regulieren sogar den Reifendruck entsprechend den Bodenverhältnissen. Die Maschinen sind mit Sensoren ausgestattet, die beispielsweise Daten über die Pflanzengesundheit erfassen. Andere Sensoren werden in den Boden eingebracht und messen die Feuchtigkeit oder die Temperatur.

Alle Abläufe werden erfasst, von jedem Vorgang auf dem Feld eine digitale Karte erzeugt: vom Säen, vom Düngen, vom Sprühen. Mit einem Farm-Managementsystem wie Climate Field View der Bayer-Tochter The Climate Corporation werden die Daten zusammengeführt und mit weiteren Karten und Daten angereichert: topografischen Karten, Wasserverbrauchskarten, Wetterdaten. Selbst Satelliten liefern dem Landwirt Daten über seine Felder - der europäische Sentinel etwa oder kommerzielle Anbieter wie Planetlabs erfassen in hoher Auflösung wie Pflanzen gedeihen. Nur so kann der Landwirt den bestmöglichen Ertrag auf seinen Feldern erzielen.

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Auf seinem Computer oder seinem Mobilgerät kann er sich jederzeit den Zustand seiner Felder anzeigen lassen - und auf Variabilitäten reagieren. Denn der Ackerboden ist nicht überall gleich: An dieser Ecke wachsen die Pflanzen weniger gut, sie brauchen mehr Nährstoffe, an jener gedeihen sie hervorragend, brauchen also viel weniger Dünger. An einer anderen Stelle haben Schädlinge die Pflanzen befallen, hier muss gespritzt werden.

Der Landwirt kann sich die Daten auf dem Traktor anzeigen lassen und in Echtzeit darauf reagieren. Gesprüht oder gedüngt wird nur dort, wo es nötig ist. Das geht fast bis auf die Pflanze genau. Die deutschen Unternehmen Bosch und BASF beispielsweise haben zusammen ein Smart-Spraying-System entwickelt, das gezielt gegen Unkraut vorgeht. Bei der Fahrt über das Feld erfassen Sensoren am Fahrzeug die Pflanzen. Es unterscheidet Nutzpflanzen und Unkraut und steuert die Düsen so, dass nur Unkraut besprüht wird und keine anderen Pflanzen. Das Ganze spielt sich im Bereich von Millisekunden ab. 2021 soll das System laut Bosch marktreif sein.

Für den Landwirt ist das gleich ein doppelter Vorteil: Durch gezieltes Düngen oder Bekämpfen von Unkraut oder Schädlingen kann er seinen Ertrag steigern. Gleichzeitig senkt er seine Kosten, indem er die Menge an versprühten Herbiziden so gering wie möglich hält. Durch den gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ließen sich 30 bis 70 Prozent gegenüber einer Ganzflächenapplikation einsparen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke. Beim Dünger seien es rund zehn Prozent. Was gut ist für das Betriebsergebnis eines Hofs, hilft zusätzlich noch der Umwelt.

Aber das Farm-Management taugt nicht nur für die Gegenwart.

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Die Farm der Daten 
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FreiGeistler 10. Feb 2020

Die Anforderungen steigen von Jahr zu Jahr. Landwirte, die verdummen (Demenz?), gehen...

Lebostein 05. Feb 2020

und die Bevölkerung ist von der Nahrungsversorgung abgeschnitten, weil keiner mehr wei...

Tito 04. Feb 2020

sind weniger Großbetriebe die fürs Ausland produzieren und mehr Kleinbetriebe die fürs...

nachgefragt 04. Feb 2020

Richtig gut seid Ihr, wenn ihr euch nen Server für 50000¤++ hinstellt, um einen Webserver...

nachgefragt 04. Feb 2020

Die Bauern die 5G effektiv nutzen wollen, müssen aber schon sehr kleine Felder haben...



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