Die Farm der Daten

Ein System wie Climate Field View bietet nicht nur Echtzeitansichten auf dem Mobilgerät, sondern auch die Verwaltung von Feldern und Daten sowie eine Planung für die kommende Saison auf dem Computer. Der Landwirt lädt die Daten, die er über die Saison gesammelt hat, über eine Webschnittstelle in das System.

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So kann er beispielsweise eine Ertragskarte, die er bei der Ernte erstellt und die ihm die Verteilung der Erträge auf einem Acker anzeigt, mit den Dünge- oder Spritzkarten vergleichen. So kann er festzustellen, was die Maßnahmen gebracht haben. Für die kommende Saison kann der Landwirt dann seine Aussaat besser planen: Dort wo die Erträge höher sind, weil der Boden besser ist, kann er dichter säen als dort, wo der Boden weniger gut ist.

Problematisch ist die Frage nach der Datenhoheit. Erst einmal gehören die Daten natürlich dem Landwirt - er erhebt sie ja schließlich in seinem und für seinen Betrieb. Andererseits ist er nicht allein: Engagiert er Dienstleister für bestimmte Aufgaben wie etwa zum Spritzen oder Mähen, muss dieser seinerseits Daten erheben, um seine Tätigkeit nachzuweisen: Wie oft ist er über das Feld gefahren, wie viel Pflanzenschutzmittel oder Dünger hat er ausgebracht und so weiter.

Aber solche Daten wecken Begehrlichkeiten. Denn die Maschinenhersteller können davon profitieren, wenn sie Mähdrescher und Traktoren dauerhaft überwachen: Mit Hilfe der Daten können sie ihre Produkte anpassen oder verbessern. Ein Unternehmen wie The Climate Corporation kann Daten auswerten und sein Produkt dementsprechend verändern. Laufen viele Daten zusammen, lassen sich die Entscheidungshilfen verbessern.

Davon profitieren auch die Landwirte: Teilt der Hersteller ihm mit, dass am Mähdrescher oder am Traktor ein Teil stark abgenutzt ist und ausgetauscht werden muss, lässt sich die Reparatur planen und die Maschine fällt nicht auf dem Feld bei der Arbeit aus. Ein Software-Unternehmen könnte, wenn es auf dem Feld eines Kunden Schädlingsbefall feststellt, andere Kunden in der Region frühzeitig warnen und so möglicherweise eine Ausbreitung verhindern.

Die Climate Corporation hat einen klaren Standpunkt zur Datenhoheit: Sie gehören dem, der sie generiert, also dem Landwirt. Ohne seine Zustimmung werde das Unternehmen keine Daten an Dritte weitergeben, sagte Ines Kapphan von Climate Corporation Golem.de. Der Landwirt könne aber selbst entscheiden, seine Daten anderen zugänglich zu machen, etwa einem Agronomen oder seinem Vertrieb.

Um verwertbare Erkenntnisse und Entscheidungshilfen für die Landwirte erstellen zu können, nutzt das Unternehmen aber aggregierte Daten, die von den Landwirten kommen. Die Daten werden dafür anonymisiert, so dass ein Kunde nicht zu identifizieren sei. Allerdings betont die Firma in ihren Geschäftsbedingungen, dass sie aggregierte oder anonymisierte Informationen nicht als Kunden-Farmdaten betrachte.

Datenhoheit ist ein kritischer Punkt. Der andere ist die Interoperabilität: Die verschiedenen Datensätze, die der Landwirt aus seinen Maschinen bekommt, sind nicht unbedingt interoperabel. Es fehlt an Standards, wie auch an einigem anderen.

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 Landwirtschaft: Ohne Daten geht nichts mehr auf dem AckerAutonome Landwirtschaftsroboter 
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FreiGeistler 10. Feb 2020

Die Anforderungen steigen von Jahr zu Jahr. Landwirte, die verdummen (Demenz?), gehen...

Lebostein 05. Feb 2020

und die Bevölkerung ist von der Nahrungsversorgung abgeschnitten, weil keiner mehr wei...

Tito 04. Feb 2020

sind weniger Großbetriebe die fürs Ausland produzieren und mehr Kleinbetriebe die fürs...

nachgefragt 04. Feb 2020

Richtig gut seid Ihr, wenn ihr euch nen Server für 50000¤++ hinstellt, um einen Webserver...

nachgefragt 04. Feb 2020

Die Bauern die 5G effektiv nutzen wollen, müssen aber schon sehr kleine Felder haben...


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