Landkreistag: Warum der Bund den Glasfaserausbau nicht fördert

Staatliche Förderung für leistungsfähiges Fiber To The Home erhalten die Landkreise in Deutschland oft nicht. Die Planungen des Bundes setzen meist auf altes Kupferkabel. Golem.de hat beim Landkreistag nachgefragt.

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Glasfaserausbau
Glasfaserausbau (Bild: Stadtwerke Bamberg)

Die deutschen Landkreise kritisieren, dass längerfristige Projekte für den Ausbau mit Fiber To The Home (FTTH) oft nicht staatlich gefördert werden. Der Sprecher des Deutschen Landkreistags Markus Mempel sagte Golem.de, das liege an den Förderbedingungen des Bundes, in denen das Kriterium "Fertigstellung bis Ende 2018" vorgesehen ist. Bis zum Jahr 2018 will der Bund eine flächendeckende Breitbandversorgung mit Geschwindigkeiten von mindestens 50 MBit pro Sekunde im Download erreichen.

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"Unsere Sorge ist hier, dass Projekte, die auf den Glasfaserausbau setzen, schon deshalb nicht zum Zuge kommen, weil ihre Realisierung in der Regel mehr Zeit in Anspruch nimmt, und sie sich daher nur schwer bis Ende 2018 vollständig umsetzen lassen. Deshalb sprechen wir uns dafür aus, dass das Kriterium 'Fertigstellung bis Ende 2018' hinsichtlich der Entscheidung über die Förderanträge kein allzu großes Gewicht bekommt, weil wir fest davon überzeugt sind, dass wir im Interesse der Zukunftsfähigkeit unseres Landes Glasfasernetze - und nicht Vectoring - brauchen, und dass Investitionen in Glasfaser auf längere Perspektive wirtschaftlicher sind", erklärte Mempel. Die Förderbedingungen schließen einen Glasfaserausbau aber nicht von völlig aus, sondern nur, wenn die Fertigstellung nicht bis Ende der 2018 erfolgen kann.

Kupferkabel gegen Glasfaser

Die Telekom setzt erst einmal auf Vectoring, um den Glasfaserausbau erst später zu beginnen. Im Februar 2014 berichtete der FTTH Council Europe, dass von den 275.000 Haushalten in Deutschland, die über Glasfaseranschlüsse verfügten, nur 18.000 von der Telekom versorgt würden. Auch FTTH-Netzwerke amortisierten sich, jedoch erst nach 25 Jahren, sagte Johann Widmer, Project Manager FTTH bei Wisi Communications, einem Systemanbieter für Netzwerke mit weltweit 650 Beschäftigten, auf der Branchenmesse Anga Com im Juni 2015 in Köln.

Der Bund will bis 2018 rund 2,7 Milliarden Euro für den Breitbandausbau in Deutschland bereitstellen. Kommunen und Landkreise in unterversorgten Gebieten, in denen sich der Breitbandausbau für die Telekom und andere Anbieter nicht rechnet, können auf Bundeszuschüsse von bis zu 50 Prozent zählen. Der Eigenanteil soll üblicherweise 10 Prozent betragen. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das der für den Breitbandausbau zuständige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bei einem Treffen der "Netzallianz Digitales Deutschland" in Berlin vorstellte.

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UristMcMiner 09. Sep 2015

Jetzt ist nur die Sache, welche Instanz darf entscheiden was unvernünftig ist? Aber...

Thommy69 03. Sep 2015

Im Jahr 1983 gab es eine ähnliche Diskussion. Der damalige Bundespostminister Christian...

Ovaron 01. Sep 2015

Könnte hinkommen, wir sind deutlich erkennbar vor der Schwelle. Nenne mal eine einzige...

Mr Miyagi 31. Aug 2015

Outdoorausbau - ja ob da Fördergelder geflossen sind kann ich nicht mit Sicherheit...

plutoniumsulfat 31. Aug 2015

Das hab ich ja so geschrieben.



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