Landkreise und Kommunen: Große Nachfrage nach Subventionen für Internetausbau
Die Staatsbeihilfen für den Ausbau schneller Internetverbindungen stoßen auf großes Interesse. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet(öffnet im neuen Fenster), haben sich seit dem Start des neuen Förderprogramms Mitte November schon 60 Landkreise und Kommunen um Zuschüsse beworben. Der Bund stellt für die Versorgung mit schnellem Internet rund 2,7 Milliarden Euro aus der Frequenzversteigerung bereit.
"Wir machen allen Kommunen und Landkreisen ein Angebot, damit es bis 2018 auf der Landkarte keine weißen Flecken mehr gibt", sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) der FAZ. Am heutigen Montag will Dobrindt die ersten Förderbescheide an 31 Kreise und Städte übergeben.
Nutzer wollen schnelle Internetanbindungen
Die Nachfrage nach schnelleren Internetverbindungen nimmt zu. Etwa 60 Prozent der Breitbandkunden verlangten mittlerweile eine Anschlusskapazität von 10 MBit/s und mehr, berichtete die Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) im Dezember 2015.
Die Behörde schönt die Versorgung in Deutschland, indem bereits Anschlüsse mit 2 MBit/s und mehr als Breitbandanschlüsse bezeichnet werden. Mit dieser Downloadgeschwindigkeit seien in Deutschland bereits 99,9 Prozent versorgt, in städtischen Regionen sogar 100 Prozent.
Die deutschen Landkreise kritisierten, dass längerfristige Projekte für den Ausbau mit FTTH oft nicht staatlich gefördert werden. Der Sprecher des Deutschen Landkreistags Markus Mempel sagte Golem.de, das liege an den Förderbedingungen des Bundes, in denen das Kriterium "Fertigstellung bis Ende 2018" vorgesehen ist. Diese schließen einen Glasfaserausbau zwar nicht völlig aus, jedoch ist der Abschluss bis Ende 2018 Bedingung.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.