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Landkreis Göttingen: Telekom stellt Strafanzeige nach Bauschaden am Festnetz

Ein lokaler Netzbetreiber soll bei Bauarbeiten Verzweigerkabel beschädigt haben, weshalb die Telekom Strafanzeige stellt. Goetel verweist auf die Baufirma und will von dem Schaden nichts wissen.
/ Achim Sawall
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Netzbetreiber Goetel baut im Landkreis Göttingen aus; Ortsvorsteherin Rixa Kraut in Dannenrod (Bild: Goetel/Ingo Saur)
Netzbetreiber Goetel baut im Landkreis Göttingen aus; Ortsvorsteherin Rixa Kraut in Dannenrod Bild: Goetel/Ingo Saur

In Staufenberg, einer Gemeinde im Landkreis Göttingen in Niedersachsen, ist das Festnetz der Deutschen Telekom ausgefallen. Wie die Tageszeitung HNA (Hessische/Niedersächsische Allgemeine) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , sind seit Mitte März Haushalte davon betroffen. Der Schaden im Ortsteil Landwehrhagen der Gemeinde entstand laut Telekom während der Bauarbeiten für den Glasfaserausbau eines anderen Anbieters.

Telekom-Sprecherin Gabriele Michalek sagte Golem.de auf Anfrage, die Netzinfrastruktur der Telekom sei "massiv beschädigt worden. Die Deutsche Telekom hat Strafanzeige gegen den Verursacher gestellt. Zur Behebung der Störung muss ein Verzweigerkabel getauscht werden, dazu sind umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich. Die Messungen zur Eingrenzung des Schadensbereichs erfolgen kommende Woche Montag." Erst dann könne eine Aussage zu einem Zeitpunkt der Entstörung erfolgen.

Wie viele Haushalte von der Störung betroffen sind, sei nicht bekannt. Staufenberg hat rund 8.700 Einwohner. Dem Anbieter Goetel sei das Problem nicht bekannt, erfuhr die HNA auf Anfrage. Den Ausbau in Staufenberg führe die Baufirma Dacom aus.

Goetel Gruppe kennt den Schadensort nicht

Der komplette Ausbau aller Haushalte in Staufenberg mit Glasfasernetzen wird nach Angaben von Goetel eigenwirtschaftlich finanziert. Kunden und Kommunen müssen sich nur an den Baukosten beteiligen, wenn das Haus weiter als 20 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt ist.

Die Goetel Gruppe wurde 1987 gegründet und ist ein Netzbetreiber mit Standorten in Göttingen, Kassel und Reiskirchen. Im Jahr 2012 startete das Unternehmen mit der Errichtung des ersten eigenen Glasfasernetzes in Göttingen.

Goetel gehörte von November 2017 dem Hamburger Investor Adiuva Capital. Seit September 2021 ist Goetel Basalt Infrastructure Partners der Eigner. Der Netzbetreiber versorgt nach eigenen Angaben 40.000 Privat- und Geschäftskunden in den Regionen Südniedersachsen und Nordhessen und ist auf unterversorgte Gebiete spezialisiert. Geboten werde Datenraten von bis zu 2 Gigabit/s im Download.


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