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Landkreis Cham: M-net kauft sich frei - Telekom und Vodafone sind aktiv

M-net ist gegen eine Zahlung aus dem FTTB-Vertrag mit dem Landkreis Cham entkommen. Der felsige Grund ließ sich nicht zum geplanten Preis aufreißen. Dies scheint die Telekom und Vodafone nicht zu stören.

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Mit dem Spatenstich durch den damaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt startete am 29. Mai 2017 in Arnschwang der Breitbandausbau im Landkreis Cham in Bayern.
Mit dem Spatenstich durch den damaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt startete am 29. Mai 2017 in Arnschwang der Breitbandausbau im Landkreis Cham in Bayern. (Bild: Atene Kom)

Der Landkreis Cham in der Oberpfalz und M-net haben sich geeinigt, das Ausbauvorhaben aus dem Jahr 2017 gegen eine Abstandszahlung einvernehmlich zu beenden. Das gaben die Partner am 12. März 2019 bekannt. Über die Höhe der Abstandszahlung wurde zwischen beiden Partnern Stillschweigen vereinbart. Derzeit baut die Deutsche Telekom laut Mittelbayrischer Zeitung dort Glasfaser aus.

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"Ein Rechtsstreit mit M-net hätte das Verfahren nur in die Länge gezogen, ohne etwas für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen", sagte Landrat Franz Löffler: "Auch die Menschen im ländlichen Raum haben Anspruch auf schnelles Internet." Auch nach dem Rückzug von M-net halte der Landkreis Cham am festgesetzten Ziel einer Erschließung der Region mit Glasfaser-Infrastruktur fest.

Der Kreistag des Landkreises Cham hat der Vereinbarung am Dienstag zugestimmt, bei M-net steht die Vereinbarung noch unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung. Der lokale Netzbetreiber gehört den Stadtwerken München (SWM), den Stadtwerken Augsburg, den Erlanger Stadtwerken, dem Allgäuer Überlandwerk, der Infra Fürth und der Nürnberger N-Ergie.

M-net hat sich laut Sprecher Hannes Lindhuber auf Basis eines Tiefbauangebots eines lokalen Dienstleisters, der das passive Glasfasernetz aufbauen sollte, beworben, hieß es im November 2018. Dessen Tätigkeiten haben aber nicht den hohen Qualitätsmaßstäben des Betreibers entsprochen und die Projektumsetzung gefährdet. Im Herbst 2018 hat M-net versucht, durch eine Neuausschreibung einen alternativen Infrastrukturpartner für den Breitbandausbau im Landkreis Cham zu finden. Die teils felsigen Böden konnten zum vereinbarten Preis nicht aufgerissen und wieder gefüllt werden. Ein neuer Partner konnte nicht gefunden werden.

In Cham reißen die Bagger der Baufirma Rädlinger den Asphalt erneut auf, um für die Telekom ein zweites Glasfaserkabel zu verlegen, berichtet die Mittelbayrische Zeitung (Paywall). Die Telekom versorgt im Auftrag des Landratsamts die weiterführenden Schulen mit Glasfaser. Die Stadtwerke hätten beim Fernwärmeanschluss in der Innenstadt bereits Glasfaserkabel verlegt, die die Telekom aber nicht nutzen will. Auch Vodafone bekam im vergangenen Jahr den Auftrag, Polizei und Vermessungsamt mit Glasfaser zu versorgen, und verlegte trotz vorhandener Leitungen der Stadtwerke lieber neu.

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sneaker 13. Mär 2019

Sieht jetzt ehrlich gesagt auch nicht viel anders aus, als bei anderen Landkreisen. Gibt...

nixnuzz 13. Mär 2019

Es gibt Areale, in denen die bekannten Provider überhaupt keine eigene Infrastruktur...


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