Landkreis Bautzen: Größtes gefördertes FTTB-Projekt startet

Das Bundesverkehrsministerium hat die Förderung für ein FTTB-Projekt freigegeben. Die Telekom bekam den Auftrag.

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Baubeginn mit der Telekom
Baubeginn mit der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Rund 50.000 Haushalte und fast 5.500 Unternehmen werden im Landkreis Bautzen mit Glasfaser angeschlossen. Das gab das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 12. November 2018 bekannt. Der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger nannte es das größte FTTB-Ausbauprojekt (Fiber To The Building), das bisher in Deutschland gefördert wurde.

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Bautzen ist einer der größten Landkreise Deutschlands. Insgesamt umfasst das Ausbauprojekt 58 Gemeinden auf einer Fläche von rund 2.400 Quadratkilometern. Das Bundesministerium fördert den Breitbandausbau mit rund 70 Millionen Euro.

Der Bund stellte bisher Fördermittel für die Umsetzung von Breitbandausbauprojekten in Höhe von rund 4,4 Milliarden Euro zur Verfügung.

Rund 4.000 km Glasfaser, 1.500 km Tiefbau und über 1.100 neue Glasfaserverteiler sorgen ab Ende 2020 für höhere Datenraten, erklärte die Deutsche Telekom. Den Startschuss für das Projekt gaben heute gemeinsam der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer (CDU), der Landrat des Landkreises Bautzen, Michael Harig, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges.

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"In ganz Sachsen wollen wir in der Fläche beim Breitbandausbau deutlich zügiger vorankommen als bislang", betonte Kretschmer. "Deshalb fördert nicht nur der Bund, sondern auch der Freistaat mit mehr als 24 Millionen Euro das heute gestartete Ausbauvorhaben."

"Wir sind stolz, dass wir den Landkreis Bautzen von unserem Angebot überzeugt haben und bedanken uns für das Vertrauen. Es handelt sich um das größte Einzelprojekt dieser Art in Deutschland. Ab heute wird gebaut", sagte Höttges. In weniger als einem Jahr würden die ersten Bewohner des Landkreises Bautzen mit Geschwindigkeiten von 1 GBit/s ins Internet gehen können.

Mit dem heutigen Baustart sind die Planungen erledigt und nun beginnt der Aufbau der Übertragungstechnik in den Netzverteilern am Straßenrand und in den Vermittlungsstellen. Danach erfolgt die Einbindung der neuen Leitungen und Anschlüsse in das Gesamtnetz der Telekom.

Die Mittel für die Breitbandförderung werden laut einer Anfrage der Grünen an das Bundesverkehrsministerium noch langsamer abgerufen, als bisher bekannt war. Von dem im Jahr 2015 gestarteten Förderprogramm mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Euro wurden nach Angaben der Bundesregierung im Juni 2018 bislang nur 26,6 Millionen Euro ausgezahlt. Für echte Bauprojekte wurden sogar nur 3,2 Millionen Euro ausgegeben.

Weil die Breitbandförderung ein komplexes Gefüge sei, würden die Mittel erst in den Jahren 2020 und 2021 abgerufen. Das sagte Christian Pegel (SPD), Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, im September 2018. "Du kriegst die Kohle erst, wenn du selbst die Rechnung gemacht hast. 2020 und 2021 wird richtig Kohle weg sein. Dann rollen Hunderte Millionen Euro", erklärte Pegel.

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