Abo
  • Services:
Anzeige
Die verklagte Plattform
Die verklagte Plattform (Bild: youtv.de/Screenshot: Golem.de)

Landgericht München: Online-TV-Rekorder YouTV.de verliert vor Landgericht München

Die verklagte Plattform
Die verklagte Plattform (Bild: youtv.de/Screenshot: Golem.de)

Das Landgericht München hat den Onlinevideorekorder YouTV.de als urheberrechtswidrig bezeichnet. Doch der Dienst ist weiter online, weil sich das Urteil nur auf eine Funktion beziehen soll. Der Betreiber erklärt: Das Verfahren und Urteil betrifft die Funktion "record all", die nicht mehr aktiv ist.

Das Angebot YouTV.de mit der Funktion "record all" ist urheberrechtswidrig. Das hat das Landgericht München I laut einem Bericht der Kanzlei Dr. Bahr entschieden. Der Betreiber kann sich nicht auf das Recht auf Privatkopie berufen. YouTV.de hatte behauptet, dass es nicht selbst die Kopie herstelle, sondern der Kunde.

Anzeige

Das Angebot ist jedoch weiter online, weil die Funktion nach Angaben des Betreibers schon vor dem Urteil deaktiviert wurde. Wie Rechtsanwalt Martin Bahr Golem.de auf Anfrage sagte, sei nicht bekannt, welcher Sender geklagt hat. Gegen Shift.TV und Save.TV hatten RTL und Sat.1 geklagt.

Wer nimmt auf?

Bei YouTV.de fertigt laut Landgericht München nicht der Kunde die Aufzeichnung an. "Bei dem streitgegenständlichen Aufzeichnungsvorgang ist es nicht der Kunde, der die Aufzeichnung der Sendung der Klägerin unter Nutzung der vollständig automatisierten Vorrichtung der Beklagten anfertigt", erklärte das Gericht. Der Nutzer könne keine Sendungen für die Aufzeichnung oder ein bestimmtes Programm auswählen. Die technische Bewerkstelligung dafür, dass ein konkretes Werk oder eine bestimmte Sendung festgelegt werde, hänge nur von der Programmierung und Auswahl des Betreibers ab.

Der Kunde könne auch nur eingeschränkt das gespeicherte Fernsehprogramm nutzen. So sei nach 24 Stunden der Abruf der Inhalte nicht mehr kostenfrei möglich. Das Angebot sei daher urheberrechtswidrig. Rückgängig gemacht werde die Aufnahmefunktion nur durch Auflösung des Nutzerkontos. Eine individuelle Löschmöglichkeit für einzelne Filme besteht nicht.

Die Betreiber muss über seine Bruttoeinnahmen, insbesondere die Nutzerentgelte, nun Rechnung ablegen. Zudem muss ein angemessener Schadensersatz gezahlt werden. YouTV.de habe keine Rechte von Lizenzgebern erworben.

YouTV.de-Chef Michael Westphal erklärte Golem.de, das Verfahren und das Urteil bezögen sich auf die Funktion "record all", die schon seit August 2016 nicht mehr aktiv sei. "Wir haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Zudem hat erst im Juni die Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) unser Angebot als lizenzfähig betrachtet und einen Einigungsvorschlag unterbreitet."


eye home zur Startseite
robinx999 10. Nov 2016

Vergleichbar in sofern das man zu beidem Gezwungen wird, und die einzige Möglichkeit...

koolman 09. Nov 2016

Bis ca. Mitte August konnte man auch in der kostenlosen Version bis 24h nach Ausstrahlung...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Freiburg
  2. Harvey Nash GmbH, Frankfurt am Main oder Berlin
  3. PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, Blomberg
  4. Dr. August Oetker KG, Bielefeld


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,99€
  2. 2,99€
  3. 57,99€/69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Nächste Hololens nutzt Deep-Learning-Kerne

  2. Schwerin

    Livestream-Mitschnitt des Stadtrats kostet 250.000 Euro

  3. Linux-Distributionen

    Mehr als 90 Prozent der Debian-Pakete reproduzierbar

  4. Porsche Design

    Huaweis Porsche-Smartwatch kostet 800 Euro

  5. Smartphone

    Neues Huawei Y6 für 150 Euro bei Aldi erhältlich

  6. Nahverkehr

    18 jähriger E-Ticket-Hacker in Ungarn festgenommen

  7. Bundesinnenministerium

    Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro

  8. Linux-Kernel

    Android O filtert Apps großzügig mit Seccomp

  9. Computermuseum Stuttgart

    Als Computer noch ganze Räume füllten

  10. ZX-E

    Zhaoxin entwickelt x86-Chip mit 16-nm-Technik



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

Microsoft Surface Pro im Test: Dieses Tablet kann lange
Microsoft Surface Pro im Test
Dieses Tablet kann lange
  1. Microsoft Neues Surface Pro fährt sich ohne Grund selbst herunter
  2. iFixit-Teardown Surface Laptop ist fast nicht reparabel
  3. Surface Studio Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

Indiegames Rundschau: Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
Indiegames Rundschau
Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  1. Jump So was wie Netflix für Indiegames
  2. Indiegames-Rundschau Weltraumabenteuer und Strandurlaub
  3. Indiegames-Rundschau Familienflüche, Albträume und Nostalgie

  1. Re: Eine Beleidigung für echte Fotografen

    der_wahre_hannes | 20:21

  2. Re: Reichtum ist parasitär

    Thunderbird1400 | 20:17

  3. Oder andersherum: die Compiler sind nicht...

    Bonita.M | 20:17

  4. Re: GUI

    Trollifutz | 20:16

  5. Re: Anders herum wird ein Schuh draus

    BierMitBocki | 20:15


  1. 16:37

  2. 16:20

  3. 15:50

  4. 15:35

  5. 14:30

  6. 14:00

  7. 13:29

  8. 13:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel