Abo
  • Services:
Anzeige
LG G5 am Stand der Telefónica auf dem MWC 2016
LG G5 am Stand der Telefónica auf dem MWC 2016 (Bild: Telefónica)

Landgericht München: Gericht erklärt Datenautomatik von O2 für unzulässig

LG G5 am Stand der Telefónica auf dem MWC 2016
LG G5 am Stand der Telefónica auf dem MWC 2016 (Bild: Telefónica)

Das automatische Nachbuchen von kostenpflichtigem Datenvolumen bei O2 ist unwirksam. Das hat das Landgericht München entschieden. Entgelte für weitere Leistungen seien nur zulässig, wenn der Kunde jeder Extrazahlung aktiv zustimme.

Telefónica Deutschland darf Kunden nicht ohne Zustimmung ein zusätzliches mobiles Datenvolumen berechnen oder ein Upgrade auf einen teureren Tarif vornehmen. Eine automatische Erweiterung der vertraglichen Leistungen ist unzulässig, wie das Landgericht München I nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBZ) entschied (PDF).

Anzeige

Telefónica bietet für seine Marke O2 für bestimmte Tarife die sogenannte Datenautomatik an. Ist das festgelegte Datenvolumen in den Blue-Tarifen verbraucht, wird es automatisch um 100 MByte erweitert. Das erfolgt bis zu drei Mal im Monat zum Preis von jeweils zwei Euro. "Dieser Erweiterung des Datenvolumens konnten Verbraucher nicht widersprechen. Außerdem sollte automatisch ein Upgrade auf einen Tarif mit 5 Euro höherer Grundgebühr erfolgen, sobald der Kunde das zusätzliche Datenvolumen von insgesamt 300 MB an drei aufeinanderfolgenden Abrechnungszeiträumen ausschöpfte. Waren Kunden damit nicht einverstanden, konnten sie ihren Tarif wieder zurücksetzen lassen, allerdings erst zum nächsten Abrechnungsmonat", erklärte die Verbraucherzentrale.

Die Darstellung der Verbraucherschützer bezieht sich laut Telefónica auf einen Mechanismus, den es mittlerweile nicht mehr gebe. Das Upgrade auf einen Tarif mit 5 Euro höherer Grundgebühr gebe es nicht mehr, sagte Unternehmenssprecher Ralf Opalka Golem.de auf Anfrage. Aus Sicht des Unternehmens stelle die Datenautomatik einen Bestandteil der Hauptleistung des gewählten Tarifs dar und ist keine davon unabhängige Zusatzleistung, wie vom Gericht gedeutet.

O2 versichert Möglichkeit des Deaktivierens der Datenautomatik

Entgelte für weitere Leistungen seien nur zulässig, wenn der Kunde jeder Extrazahlung aktiv zustimme. Es reiche nicht aus, das Zusatzentgelt in einer Geschäftsbedingung zu regeln und den Kunden per SMS über die Leistungserweiterung zu informieren.

Opalka sagte: "Sofern der Kunde die Datenvolumen-Erweiterung nicht wünscht, kann er diese auf Wunsch auch deaktivieren. Dies ist möglich über den Anruf beim Kundenservice, im Shop, über Live-Chat oder schriftlich." Telefónica hat gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht München eingelegt.


eye home zur Startseite
M.P. 03. Mär 2016

Die Altverträge bleiben ohne Datenautomatik. Ich habe aber Neuverträge für alle...

M.P. 03. Mär 2016

Bloß, daß es im Mobilfunkbereich recht wenig Auswahl gibt, und die Anbieter gerade...

dabbes 02. Mär 2016

Das Problem ist, dass du für ein Soufflé nunmal 3 Eier brauchst und 2 zu wenig sind. ;-)

photoliner 02. Mär 2016

Smartmobil ist nur ein Reseller. Da musst du halt aufpassen, welches "Netz" du wählst...

photoliner 02. Mär 2016

Die kaufen doch alle nur bei o2 ein und labeln das um...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BG-Phoenics GmbH, Hannover
  2. Brabbler Secure Message and Data Exchange Aktiengesellschaft, München
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. FILIADATA GmbH, Karlsruhe


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 64,97€/69,97€
  2. 18,99€
  3. 47,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Service

    Telekom verspricht kürzeres Warten auf Techniker

  2. BVG

    Fast alle U-Bahnhöfe mit offenem WLAN

  3. Android-Apps

    Rechtemissbrauch erlaubt unsichtbare Tastaturmitschnitte

  4. Electro Fluidic Technology

    Schnelles E-Paper-Display für Video-Anwendungen

  5. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  6. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  7. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  8. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  9. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  10. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Re: Password-Master - Master-Desaster

    MarioWario | 18:28

  2. Re: Lösung für Nutzer mit Root?

    Profi | 18:22

  3. Re: Unsichtbare(!!!) Overlays....

    Cok3.Zer0 | 18:15

  4. Re: Schadensersatzpflicht für fahrlässige...

    aLpenbog | 18:13

  5. Re: Erster!!!

    Cok3.Zer0 | 18:12


  1. 12:31

  2. 12:15

  3. 11:33

  4. 10:35

  5. 12:54

  6. 12:41

  7. 11:44

  8. 11:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel