Landgericht Mönchengladbach: Google-Suche muss rechtes Schmähblog nicht ausblenden

Ein Wissenschaftler aus Düsseldorf hat vergeblich versucht, mit einer Klage durchzusetzen, dass Google einen rechten Schmähartikel bei Wordpress nicht mehr im Suchindex anzeigt.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobile Suche im Jahr 2011
Mobile Suche im Jahr 2011 (Bild: Brendan McDermid/Reuters)

Googles Suchmaschine kann nicht gezwungen werden, Inhalte, die Persönlichkeitsrechtsverletzungen enthalten, in den Suchergebnissen zu blockieren. Das hat das Landgericht Mönchengladbach entschieden, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemanalyst/IT Administrator (m/w/d)
    Econocom Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
  2. Frontend-Entwickler:in
    LBD-Beratungsgesellschaft mbH, Berlin (Home-Office möglich)
Detailsuche

Laut der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke war ein Düsseldorfer Politikwissenschaftler in einem Blog bei Wordpress als "Teil des bundesdeutschen Stasi-Netzwerks" bezeichnet worden. Der Professor im Ruhestand war 2010 in der Lehrerweiterbildung gegen Neonazis aktiv, worüber sich der rechte Blogbetreiber empörte.

Da der Wissenschaftler den Urheber nicht ausfindig machen konnte und Wordpress auf seine Beschwerde nicht reagiert hatte, klagte er gegen Google auf Entfernung des Suchergebnisses aus dem Index.

Das Gericht erklärte jedoch, dass Googles Argumentation richtig sei, wonach der Suchmaschinenbetreiber Trefferlisten nicht inhaltlich zu bewerten oder zu verändern habe. Die Suche zeige lediglich, was sich im Internet finden lasse. Der Kläger habe sich nicht genügend um die Löschung des Schmähtextes bei Wordpress bemüht. Der Wissenschaftler kann gegen das Urteil in Berufung gehen.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Der Bundesgerichtshof hatte am 14. Mai 2013 geurteilt, dass Google Autocomplete-Suchvorschläge in seiner Suchmaschine löschen muss, wenn damit Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Gegen Google hatte ein Unternehmen geklagt, das im Internet Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika verkauft. Seit Mai 2010 wurde der volle Name des Gründers von der Autocomplete-Funktion mit den Begriffen "Scientology" und "Betrug" kombiniert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Andre S 09. Sep 2013

...dann die Seite selbst für illegal zu erklären und vom Netz zu nehmen was hat Google...

Paykz0r 07. Sep 2013

Sehe ich auch so. Aber im Prinzip nicht fair, illegale Downloads bsw. werden auch...

bleicher 07. Sep 2013

Google muss nur dann was machen, wenn lobby-interessen oder richtig große Tiere ihre nase...

Charles Marlow 07. Sep 2013

Ich sagte ja auch extra "jegliche".

fehlermelder 06. Sep 2013

äh ja, und?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google
Neues Pixel 6 kostet 650 Euro

Das Pixel 6 Pro mit Telekamera und schnellerem Display kostet ab 900 Euro. Google verbaut erstmals einen eigenen Prozessor.

Google: Neues Pixel 6 kostet 650 Euro
Artikel
  1. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

  2. Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
    Klimaforscher
    Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

    Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
    Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

  3. Kalter Krieg 2.0?: Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe
    Kalter Krieg 2.0?
    Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe

    Die Volksrepublik China soll eine Hyperschallwaffe getestet haben. China dementiert die Vorwürfe aber und sagt, es wäre ein Raumschiff gewesen.
    Eine Analyse von Patrick Klapetz

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /