• IT-Karriere:
  • Services:

Landgericht Frankfurt: Facebook-Button räumt allen Nutzungsrechte ein

Das Landgericht Frankfurt hat sich eingehend mit dem Facebook-Share-Button beschäftigt: Wer diesen verwendet, überträgt weitergehende Nutzungsrechte an jeden bei Facebook.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook-App
Facebook-App (Bild: Stoyan Nenov/Reuters)

Das Landgericht Frankfurt am Main ist der Meinung, dass die Bereitstellung des Share-Buttons von Facebook bedeutet, dass Nutzungsrechte an jedes Mitglied des sozialen Netzwerks übertragen werden. Das Urteil des Landgerichts Frankfurt (Aktenzeichen 2-03 S 2/14) vom 17. Juli 2014 wurde heute vom IT-Anwalt Christian Solmecke veröffentlicht.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Ober-Ramstadt
  2. Globus SB-Warenhaus Holding, Sankt Wendel

Darin heißt es: "Durch die Bereitstellung des 'Share-Buttons' hat die Klägerin somit nicht unzweideutig zum Ausdruck gebracht, dass sie über das Setzen eines Links nebst Ankündigungstext hinaus weitergehende Nutzungsrechte an jeden Facebook-Nutzer übertragen hat." Zur Übernahme von kompletten fremden Texten oder Bildern auf die eigene Internet- oder Facebookseite werde jedoch keine Berechtigung erteilt, so das Gericht.

Weil der Beklagte nicht lediglich die "Share-Funktion" bedient habe, sondern den Beitrag vollständig auf den eigenen Facebook-Auftritt kopiert hat, seien die Urheber- beziehungsweise Nutzungsrechte der Klägerin verletzt worden.

Solmecke: "Für die Nutzer ist die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt von großem Vorteil. Selbst wenn sie abgemahnt werden sollten, weil zum Beispiel ohne Zustimmung des Fotografen Vorschaubilder über Facebook verbreitet werden, können sie den ursprünglichen Blog-Betreiber mit dem Argument in Regress nehmen, er habe genau für diese Teilen-Funktion eine Lizenz erteilt."

Das Urteil habe auch Bedeutung für andere soziale Netzwerke wie Twitter, Google+ oder Pinterest. Auch dort dürfte in dem Anbringen des entsprechenden Teilen-Buttons eine Lizenzerteilung zur entsprechenden Bild- und Textnutzung zu sehen sein, so der Anwalt.

Betreiber von Internetseiten sollten sich von Fotografen oder Agenturen die entsprechenden Rechte einräumen lassen. So sollte im Lizenzvertrag geregelt sein, dass die eingekauften Bilder auch in den sozialen Netzwerken verwendet werden dürfen.

Wer durch das Teilen eines Beitrags auf einer Facebookseite Vorschaubilder erzeugt, sollte unbedingt Webseiten nutzen, die eine Teilen-Funktion verwenden. Es sollte nicht einfach der Link zur Internetseite bei Facebook gepostet, sondern der echte Facebook-Share-Button auf der ursprünglichen Webseite verwendet werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 11,99€
  2. Ghost Recon Breakpoint vom 21. bis zum 25. Januar kostenlos, mit allen Inhalten der Ultimate...
  3. 21,99€

Mik30 24. Mär 2015

Durch die Bereitstellung des "Share-Buttons" bei Facebook bringt der Verfasser eines...

Endwickler 07. Nov 2014

Hier war es dem "Nutzer" nicht klar, da er anscheinend komplette Inhalte kopierte und...


Folgen Sie uns
       


Mario Kart Live - Test

In Mario Kart Live fährt ein Klempner durch unser Wohnzimmer.

Mario Kart Live - Test Video aufrufen
Elektromobilität 2020/21: Nur Tesla legte in der Krise zu
Elektromobilität 2020/21
Nur Tesla legte in der Krise zu

Für die Autoindustrie war 2020 ein hartes Jahr. Wer im Homeoffice arbeitet und auch sonst zu Hause bleibt, braucht kein neues Auto. Doch in einem schwierigen Umfeld entwickelten sich die E-Auto-Verkäufe sehr gut.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Prototyp vorgestellt VW-Laderoboter im R2D2-Style kommt zum Auto
  2. E-Auto VDA-Chefin fordert schnelleren Ausbau von Ladesäulen
  3. Dorfauto im Hunsrück Verkehrswende geht auch auf dem Land

Moodle: Was den Lernraum Berlin in die Knie zwang
Moodle
Was den Lernraum Berlin in die Knie zwang

Eine übermäßig große Datenbank und schlecht optimierte Abfragen in Moodle führten zu Ausfällen in der Online-Lernsoftware.
Eine Recherche von Hanno Böck


    Quereinsteiger: Mit dem Master in die IT
    Quereinsteiger
    Mit dem Master in die IT

    Bachelorabsolventen von Fachhochschulen gehen überwiegend sofort in den Job. Einen Master machen sie später und dann gerne in IT. Studienangebote für Quereinsteiger gibt es immer mehr.
    Ein Bericht von Peter Ilg

    1. IT-Arbeit Es geht auch ohne Chefs
    2. 42 Wolfsburg Programmieren lernen ohne Abi, Lehrer und Gebühren
    3. Betriebsräte in der Tech-Branche Freunde sein reicht manchmal nicht

      •  /