Abo
  • Services:

Landgericht Duisburg: Schadensersatz vom Hoster für zerstörte Website

Ein Hoster muss ein regelmäßiges Backup anlegen, hat das Landgericht Duisburg geurteilt. Auch ein Reseller ist dazu verpflichtet, dies zu organisieren. Wird eine Website wegen fehlender Sicherung zerstört, muss Schadensersatz gezahlt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Symbolbild von Leaseweb
Symbolbild von Leaseweb (Bild: Leaseweb)

Das Landgericht Duisburg hat entschieden, dass ein Host-Provider Schadensersatz für eine zerstörte Webseite zahlen muss, wenn kein Backup vorhanden war. Das berichten die Rechtsanwälte Schulz Tegtmeyer Sozien aus Essen, die den Geschädigten vertreten haben, auf ihrer Website.

Stellenmarkt
  1. Beumer Group GmbH & Co. KG, Dortmund
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Landsberg an der Lech

Das Gericht habe festgestellt, dass bei einem Host-Provider-Vertrag das regelmäßige Durchführen von Backups eine Nebenpflicht darstelle. Unterlässt der Host-Provider das Anfertigen von Sicherungskopien und wird dadurch eine Website unwiederbringlich zerstört, mache dieser sich schadensersatzpflichtig.

Diese Verpflichtung für ein regelmäßiges Backup gelte nicht nur, wenn der Host-Provider selbst den Server bereitstellt, sondern auch für reine Reseller. "Bei dem Host-Provider war die Festplatte kaputtgegangen. Ein Backup war nicht vorhanden. Die Website unserer Mandantin wurde damit unwiederbringlich zerstört", erklärten die Anwälte.

Nutzungsdauer von acht Jahren für eine Website

Bei den Herstellungskosten für eine neue Website sei auch der Mehraufwand zu berechnen, der dadurch entsteht, dass ein Auftragsnehmer nicht auf möglicherweise im Internetarchiv vorhandene Daten zurückgegriffen hatte.

Das Landgericht reduzierte jedoch die Schadenssumme, weil es von einer Nutzungsdauer von acht Jahren für eine Website ausging. Deshalb wurde Berufung eingelegt. "Eine Website unterliegt keinen Abnutzungs- oder Verschleißerscheinungen", erklärten die Anwälte. Auch sei dem Geschädigten keine Nutzungsausfallentschädigung zugesprochen worden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. über ARD Mediathek kostenlos streamen
  2. 9,99€
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

__destruct() 14. Aug 2014

Deine beiden Kritikpunkte sind absolut nachvollziehbar. Wenn ich so etwas nicht gebucht...

__destruct() 13. Aug 2014

Wird Webspace vermietet, sehe ich das ein. Wir aber ein ganzer Server oder ein V-Server...

g0r3 13. Aug 2014

Weil der Reseller/Hoster gegenüber dem Kunden in Bringschuld steht? Stell dir mal vor...

kaymvoit 13. Aug 2014

So, wie ich den Artikel verstehe, geht es auch um Code. Der gehört IMHO vor Ort...

Husten 13. Aug 2014

genau das ist ja das besondere bei dem urteil. der reseller hat sich dazu nicht...


Folgen Sie uns
       


Quo vadis, deutsche Spielebranche - Livestream

Wir diskutieren über Richtlinien für gewalthaltige Spiele, Battle-Royale-Trends, Politik in Games und Zuschauerfragen finden ebenfalls ihren Platz.

Quo vadis, deutsche Spielebranche - Livestream Video aufrufen
Nissan Leaf: Wer braucht schon ein Bremspedal?
Nissan Leaf
Wer braucht schon ein Bremspedal?

Wie fährt sich das meistverkaufte Elektroauto? Nissan hat vor wenigen Monaten eine überarbeitete Version des Leaf auf den Markt gebracht. Wir haben es gefahren und festgestellt, dass das Auto fast ohne Bremse auskommt.
Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta

  1. e-NV200 Nissan packt 40-kWh-Akku in Elektro-Van
  2. Reborn Light Nissan-Autoakkus speisen Straßenlaternen
  3. Elektroauto Nissan will den IMx in Serie bauen

Oneplus 6 im Test: Neues Design, gleich starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
Oneplus 6 im Test
Neues Design, gleich starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Oneplus 6 hat einen schnellen Prozessor, eine Dualkamera und ein großes Display - mit einer Einbuchtung am oberen Rand. Der Preis liegt wieder unter dem der meisten Konkurrenzgeräte. Das macht das Smartphone trotz fehlender Innovationen zu einem der aktuell interessantesten am Markt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android-Smartphone Neues Oneplus 6 kostet ab 520 Euro
  2. Oneplus 6 Oneplus verkauft sein neues Smartphone auch direkt in Berlin

Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


      •  /