Abo
  • Services:

Landgericht Düsseldorf: Gericht schafft Vodafones Datenautomatik ab

Vodafone darf in seinen Verträgen keine Datenautomatik vorsehen, mit der die Kunden ungefragt Volumen hinzugebucht bekommen. Auch bei anderen Anbietern dürften solche Klauseln demnächst wegfallen.

Artikel veröffentlicht am ,
Vodafone-SIM-Karte
Vodafone-SIM-Karte (Bild: Vodafone)

Das Landgericht Düsseldorf hat entschieden (PDF),dass die Datenautomatik-Zubuchungen Vodafones nicht zulässig sind. Das gab der VZBV (Verbraucherzentrale Bundesverband) bekannt. Die Klauseln in den Verträgen seien ein Verstoß dagegen, dass Nebenleistungen oder Zusatzentgelte nur mit Zustimmung des Verbrauchers im Vertrag stehen können.

Stellenmarkt
  1. SD Worx GmbH, Berlin, Dreieich
  2. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen

Zudem sei fraglich, ob der Kunde stets ein Interesse daran habe, gegen Aufpreis eine schnellere Datenverbindung zu erhalten, insbesondere wenn der Nutzer sich für den günstigeren Vertrag entschieden habe und die Zubuchung teurer sei als ein höherwertiger Tarif. Es sei auch nicht in jedem Fall klar, wie die Zubuchung abgelehnt werden könne.

In der Preisliste für einen Tarif stand: "Abhängig von Ihrem zusätzlichen Datenverbrauch schalten wir für Sie maximal 3-mal hintereinander Datenvolumen-Pakete (...) frei. Das Ganze kostet Sie jeweils 3 Euro pro Datenvolumen-Paket."

Weitere Klagen laufen

In der Fußnote für einen Tarif hieß es zu einer nachträglichen Vertragsänderung: "Wir prüfen während Ihrer Vertragslaufzeit, ob eine Datenoption für Sie günstiger wäre, richten diese gegebenenfalls mit einer monatlichen Laufzeit für Sie ein und informieren Sie darüber per SMS."

Das nun veröffentlichte Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 14. Dezember 2016 (Aktenzeichen 12O311/15) ist noch nicht rechtskräftig.

Mehrere andere Unternehmen bieten ebenfalls Mobilfunkverträge mit ungewollter Datenautomatik. Die Verbraucherschützer erwarten demnächst eine Entscheidung des Oberlandesgerichts München in einem ähnlichen Verfahren.

Nachtrag vom 17. Januar 2017, 14:30 Uhr

Vodafone-Sprecher Volker Petendorf sagte Golem.de: "Der Beschluss des Landgerichts Düsseldorf zu einer Passage der Allgemeinen Geschäftsbedingungen in bestimmten Mobilfunktarifen ist nicht rechtskräftig. Wir kommentieren laufende Gerichtsverfahren nicht."



Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 62,98€ (Release am Freitag, mit Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 264,00€
  3. ab 479€
  4. ab 219,00€ im PCGH-Preisvergleich

GenXRoad 18. Jan 2017

Telekom nein danke, ich hab schlecht e erfahrungen gemacht... und jede karte hat ja wohl...

Anonymer Nutzer 18. Jan 2017

Siehe Telekom Magenta Mobil. Vier Tarife - alle haben SMS und Telefonate auf Mobil und...

Spaghetticode 18. Jan 2017

Die drosseln auf 16 kbit/s, ich denke nicht, dass viele sich das antun werden und auf...

Anonymer Nutzer 17. Jan 2017

Sobald AGB verwendet werden, die du ja nur komplett akzeptieren kannst und nicht...


Folgen Sie uns
       


i-Cristal autonomer Bus - Interview (englisch)

Der nächste Schritt steht an: Der französische Verkehrsbetrieb plant einen Test mit einem autonom fahenden Bus. Er soll Anfang 2020 in einer französischen Großstadt im normalen Verkehr fahren.

i-Cristal autonomer Bus - Interview (englisch) Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Bundesnetzagentur Regierung will gemeinsames 5G-Netz auf dem Land durchsetzen
  2. Mobilfunk Telekom will 5G-Infrastruktur mit anderen gemeinsam nutzen
  3. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


    Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
    Probefahrt mit Tesla Model 3
    Wie auf Schienen übers Golden Gate

    Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
    Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

    1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
    2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
    3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

      •  /