Ebay: Anbieterin von Eric-Clapton-CD drohen 250.000 Euro Strafe

Eine Frau aus Ratingen wollte eine CD von Eric Clapton bei Ebay verkaufen. Dessen Anwälte verklagen sie nun, weil es sich um illegale Aufnahmen handele.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Eric Clapton beim Music For The Marsden 2020 in der O2 Arena in London
Eric Clapton beim Music For The Marsden 2020 in der O2 Arena in London (Bild: Gareth Cattermole/Getty Image)

Eric Clapton hat erfolgreich eine Deutsche verklagt, die eine mutmaßlich illegale Aufnahme eines seiner Konzerte aus den 1980er Jahren bei eBay verkaufen wollte. Das Landgericht Düsseldorf gab im Dezember einer Unterlassungsklage des Bluesmusikers im einstweiligen Verfahren Recht.

Stellenmarkt
  1. Fachprojektleiter (w/m/d) IT & Netzwerktechnik
    SSI SCHÄFER Automation GmbH, Giebelstadt bei Würzburg
  2. IT-Schnittstellenentwickler Subsystemanbindungen (m/w/d)
    Helios IT Service GmbH, Berlin-Buch, deutschlandweit
Detailsuche

Demnach darf die 55-Jährige die Doppel-CD zu einem Clapton-Konzert aus dem Jahr 1987 nicht weiter für knapp zehn Euro auf Ebay anbieten. Andernfalls drohe ihr ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro, erklärte das Gericht. (Aktenzeichen: 12 O 164/21)

Die 55-Jährige hatte die Doppel-CD nach eigenen Angaben nach dem Tod ihres Ex-Ehemanns bei der Haushaltsauflösung gefunden und bei Ebay für 9,95 Euro zum Kauf eingestellt. Claptons Rechtsvertreter ließen die Auktion stoppen, weil es sich um einen illegalen Mitschnitt handele.

Vergeblich argumentierte die Frau vor Gericht, dass sie die mögliche Urheberrechtsverletzung nicht habe ahnen können. Ihr Mann habe die CD legal in einem Supermarkt erworben. Das spiele in dem Verfahren keine Rolle, betonte das Gericht. Im Urheberrecht zähle allein der Verstoß.

Golem Akademie
  1. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. März 2022, Virtuell
  2. Microsoft Dynamics 365 Guides mit HoloLens 2: virtueller Ein-Tages-Workshop
    16. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Frau will trotz der hohen Verfahrenskosten weiter klagen, wie ihr Anwalt sagte. Notfalls müsse ein Sachverständiger klären, ob der Mitschnitt des US-Konzerts wirklich ohne Autorisierung Claptons erschienen sei.

Sollte die 55-Jährige verlieren, wird es für sie teuer. Bisher sind nach Berechnungen ihres Anwalts in dem Streit rund 3.400 Euro durch Mahngebühren, Anwalts- und Gerichtskosten angefallen. Wenn ein Sachverständiger hinzugezogen werde und es zum Hauptsacheverfahren komme, stiegen die Gebühren weiter an.

Clapton dürfte sich eventuell an die Lizenzierung des Konzerts kaum noch erinnern können. Sichtlich berauscht hatte er im August 1976 alle nicht weißen Teilnehmer eines Konzertes in Birmingham zum Verlassen des Landes aufgefordert. Darauf folgten mehrere Entziehungskuren. Im August 2021 veröffentlichte Clapton die Single This Has Gotta Stop und ein Musikvideo als Protest gegen Covid-19-Beschränkungen und gegen Impfungen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ARAG_Hauptagent... 23. Dez 2021 / Themenstart

Grundsätzlich haben Sie schon recht Die Annexleistung web@aktiv Premium...

Garius 23. Dez 2021 / Themenstart

:D Fang! <°))))><

zacha 23. Dez 2021 / Themenstart

Natürlich ist das freie Nutzung. Freie Nutzung heißt halt Du bist frei in der Nutzung. Du...

Lemo 23. Dez 2021 / Themenstart

Ok, du lehnst das Urheberrecht ab. Aber jetzt frag ich dich womit verdienst du dein...

it-fuzzy 22. Dez 2021 / Themenstart

Die Gesetze wurden halt in Jahrzehnte langer CDU- und Musiklobbyarbeit sehr Unternehmer...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klage
Paypal friert Konten ein und behält Geld nach 180 Tagen

In einer Sammelklage wird Paypal vorgeworfen, Konten ohne Nennung von Gründen einzufrieren und das Geld nach 180 Tagen zu behalten.

Klage: Paypal friert Konten ein und behält Geld nach 180 Tagen
Artikel
  1. Krypto-Verbot: Panikverkäufe von Krypto-Mininggerät im Kosovo
    Krypto-Verbot
    Panikverkäufe von Krypto-Mininggerät im Kosovo

    Schürfen von Kryptowährungen ist im Kosovo seit kurzem verboten. Mineure versuchen, ihr Equipment oft zu Schleuderpreisen loszuwerden.

  2. Malware: Microsoft warnt vor ungewöhnlicher Schadsoftware in Ukraine
    Malware
    Microsoft warnt vor ungewöhnlicher Schadsoftware in Ukraine

    Die Schadsoftware soll sich als Ransomware tarnen.

  3. Großunternehmen: Lindner will Mindeststeuer zum 1. Januar 2023 umsetzen
    Großunternehmen
    Lindner will Mindeststeuer zum 1. Januar 2023 umsetzen

    Bundesfinanzminister Christian Lindner will die Mindeststeuer für Großunternehmen in Deutschland schnell einführen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u.a. WD Blue 3D 1TB 79€, be quiet! Straight Power 11 850W 119€ u. PowerColor RX 6600 Hellhound 529€) • Alternate: Weekend-Deals • HyperX Cloud II Wireless 107,19€ • Cooler Master MH752 54,90€ • Gainward RTX 3080 12GB 1.599€ • Saturn-Hits • 3 für 2: Marvel & Star Wars [Werbung]
    •  /