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Landesanstalt für Kommunikation: TV-Werbezeitbeschränkung ist wegen Amazon & Co. überholt

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Deutsche TV-Sender und Kabelnetzbetreiber fühlen sich durch Internetkonzerne wie Amazon, Apple und Google bedroht. Auf dem Kongress TV Komm waren sich viele einig: Nationale Regelungen sind überholt, nur europäischer Zusammenhalt kann helfen.

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Nationale medienrechtliche Regelungen seien wegen des Drucks durch Amazon, Apple, Google und Microsoft nicht mehr sinnvoll, sagt der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), Thomas Langheinrich. Regulierungen wie Werbezeitenbeschränkungen seien darum nicht mehr zeitgemäß, erklärte er auf dem Kongress TV Komm 2015 in Karlsruhe.

Neue Regeln seien nötig, etwa um gleichberechtigten Zugang zu Medienangeboten sicherzustellen: "Wir benötigen eine europäische Regulierung mit Mindestanforderungen und den Schulterschluss aller Akteure vom Inhalteanbieter über die Technik bis hin zur Regulierung, um den Internetgiganten eine starke Position gegenüberzustellen." Auch Unitymedia-Chef Lutz Schüler und der Geschäftsführer des VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien) Claus Grewenig traten für gemeinsames europäisches Handeln ein, etwa bei der Auffindbarkeit von Inhalten.

Die vier Konzerne Amazon, Apple, Google und Microsoft spielten mit der Medienindustrie und Politik "Hase und Igel". Sie stellten durch ihre "Omnipräsenz auf allen Inhalte-Verbreitungsplattformen grenzüberschreitend die Regeln auf und entziehen sich jeder nationalen Kontrolle", erklärte Axel Meiling, Principal und Head of Competence Center Digital Media bei Mücke Sturm Company, in seiner Keynote-Ansprache zu Beginn des Kongresses.

Digitale Inhalte auf rund 140 Millionen Endgeräte in Deutschland

So könnten derzeit in Deutschland schon digitale Inhalte über verschiedene Plattformen auf rund 140 Millionen festen und mobilen Endgeräten gesehen werden. Dabei expandierten die vier Konzerne vom PC/Notebook und Smartphones/Tablets aus ihre Ökosysteme mit eigenen Technologien und durch gezielte Übernahmen konsequent auf alle weiteren Geräte und Plattformen. Die vier Unternehmen setzen dabei auf eigene Medienangebote und unterscheiden sich nur durch ihre Geschäftsmodelle.

"Bei Google sind wir alle das Produkt und werden an die Werbewirtschaft verkauft", sagte Meiling. So erwartet er für den TV-Werbemarkt durch Android TV und durch verbesserte Einschaltquoten und performancebasierte Werbeerfolgsmessung nachhaltig gewaltige Veränderungen und Auswirkungen auf die deutsche Branche.


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robinx999 27. Feb 2015

Viele Rechte liegen ja generell bei Fernsehsender. teilweise wäre es Pro7 mit z.B...

thecrew 27. Feb 2015

"Bei einigen Sendern bekommt man ja Werbung mit Filmunterbrechungen zu sehen und nicht...

Boudisa 27. Feb 2015

Ich finde hier wird zu viel gelacht. 08.05 Schulfernsehen 09.30 Sesamstraße 10.05...

PiranhA 27. Feb 2015

Naja, so viel wie (bekannte) Hollywood Schauspieler wahrscheinlich nicht. Aber dass die...

Menplant 27. Feb 2015

Lieber wie die ÖR, Rundfunkgebühren kassieren und zusätzlich noch Werbung schalten? Da...



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