Lampsite iSharing: Telekom ordert neue Huawei Small Cells
Die Deutsche Telekom hat die neue Indoorantenne, die Huawei am 3. März 2026 auf dem Mobile World Congress in Barcelona global vorgestellt hat, bereits gekauft. Das erfuhr Golem aus informierten Kreisen am Rande der Branchenmesse. Durch den Druck der USA benennt die Telekom ihren wichtigsten Ausrüster, Huawei, möglichst nicht öffentlich.
In großen Gebäuden wie Flughäfen, Stadien oder Malls werden oft mehrere Antennensysteme für die Inhouse-Versorgung installiert. Bei der neuen Lampsite iSharing ist die gemeinsame Nutzung durch mehrere Netzbetreiber möglich; ein einziges System für verschiedene Betreiber wird in U-Bahnen bereits eingesetzt
Ein System für Fahrgäste und Bahn
Philip Song, President der Huawei Small Cell Product Line, sagte, iSharing sei die erste intelligente Indoor-Lampsite. In der Metro in Schanghai oder in Hongkong biete sie Fahrgästen eine gute mobile Versorgung und gleichzeitig eine zuverlässige Verbindung für B2B-Anwendungen wie Videoüberwachung und Kontrollen sowie für das Fahrgastinformationssystem.
Eine Echtzeitanpassung der Ausrichtung und Leistung, basierend auf der Nutzerverteilung und den Serviceanforderungen, ermögliche es, die Nutzung um mehr als 30 Prozent zu verbessern und den Stromverbrauch um etwa 10 Prozent zu senken. "Dies sind die Zero-Bit- und Zero-Volt-Technologien" , erklärte Song.
Die vereinfachte Architektur böte fünf Lösungen in einer Einheit an. "Das bedeutet ein sehr kleines Gehäuse. Es unterstützt die fünf Frequenzbänder. Das sind 12 Kanäle. Es unterstützt außerdem 2G, 3G, 4G, 5G und auch die Weiterentwicklung zu 6G. Die zweite Ebene ist eine vereinfachte Verarbeitungseinheit. Sie unterstützt RF- und BBU-Einspeisung (Baseband Unit). Ursprünglich benötigten wir drei Platinen, um diese Funktionen zu ermöglichen. Heute kann jedoch nur noch eine Karte die drei Anschlüsse für die Einspeisung bereitstellen."
Auch bei der Funkeinheit seien Einsparungen möglich: Bisher sei eine umfangreiche HF-Einspeisung erforderlich, doch der Platz im Technikraum sei begrenzt. "Wir verwenden lediglich eine BBU zur Einspeisung. Dadurch lassen sich erhebliche Kosten sparen."
Bei der Veranstaltung zum globalen Launch in einem Hotel in Barcelona gab es in dem Raum praktisch weder ein Mobilfunksignal noch eine WLAN-Versorgung. "Das passt genau" , sagte Song.
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