Lakefield vs Snapdragon im Test: Der ARM-Vorteil

Intel und Qualcomm bieten besonders sparsame Chips für Ultrabooks an, wir haben beide zum Akku- und Performance-Test antreten lassen.

Ein Test von veröffentlicht am
Wafer mit Snapdragon 8cx
Wafer mit Snapdragon 8cx (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Seit Jahren stecken in den meisten Laptops vorrangig AMD- und Intel-Prozessoren, mit den Ultrabooks wurde sogar eine eigene (Marketing-)Kategorie geschaffen. Mit Windows 10 on ARM hat Microsoft jedoch den Weg freigemacht, dass auch Qualcomms Snapdragons genutzt werden können. Diese verwenden die ARM- statt der x86-Architektur, welche als effizienter gilt.

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Erste Versuche wie der Snapdragon 835 und der Snapdragon 850 waren wenig erfolgreich, mit dem Snapdragon 8cx (Test) gibt es aber ein Design, das deutlich schneller rechnet. Passend dazu ist das Software-Angebot für Windows 10 on ARM gewachsen, viele Apps liegen mittlerweile nativ als ARM64-Version vor und künftig wird es auch eine x86-64-Bit-Emulation geben.

Intel hat derweil mit dem Core i5-11G7 alias Lakefield (Test) ein x86-Design entwickelt, das ähnlich wie die Snapdragon-SoCs besonders effizient arbeiten soll. Hierzu wurden ein schneller und vier sparsame CPU-Kerne kombiniert und das moderne 10-nm-Verfahren verwendet, welches mit TSMCs N7 vergleichbar ist, das Qualcomm nutzt.

  • Galaxy Book S von Samsung (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Galaxy Book S von Samsung (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
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  • Galaxy Book S von Samsung (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Galaxy Book S von Samsung (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Galaxy Book S von Samsung (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Galaxy Book S von Samsung (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Praktischer stecken der Core i5-11G7 und der Snapdragon 8cx in zwei nahezu identischen Laptops, dem Galaxy Book S (Intel) und dem Galaxy Book S (Qualcomm). Zwar haben wir beide schon getestet, allerdings blieben bei uns einige Frage offen: Wie unterscheidet sich die Performance im Akku- sowie im Netzteilbetrieb und wie skaliert die Laufzeit mit der Display-Helligkeit?

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Hier haben wir die Geräte hinsichtlich Firmware, Windows 10 sowie Apps und Benchmarks auf den aktuellen Stand gebracht, um von Optimierungen zu profitieren. Das Betriebssystem läuft mit Voreinstellung, was bei der Intel-Version bedeutet: Am Netzteil nutzt Windows 10 den "Beste Leistung"-Modus, im Akkubetrieb hingegen das tendenziell langsamere "Mehr Akku Effizienz"-Pendant; beim Snapdragon gibt es keine solchen Optionen.

  • Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]
  • Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]
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  • Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]
  • Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]
  • Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]
  • Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]
  • Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]
Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]

Noch im September 2020 hatte Intel darauf aufmerksam gemacht, dass Ultrabooks mit den Tiger-Lake-Chips im Akku-Modus deutlich weniger Leistung verlören als Geräte mit AMDs Renoir. Bei Lakefield gilt diese Prämisse offenbar nicht: Während der Snapdragon 8cx alle Benchmarks mit gleicher Geschwindigkeit absolviert, gibt es beim Core i5-11G7 häufig Einbrüche, etwa bei Office 365 und bei Web-Benchmarks.

Bei der Akkulaufzeit hat uns interessiert, wie stark der Einfluss des Prozessors ist. Daher haben wir die Bildschirmhelligkeit in drei Stufen geregelt und den Application-Test des PCMark10 verwendet, der mit Office 365 - genauer: Edge, Excel, Powerpoint und Word - allerhand Workloads durchführt. Je niedriger die Leuchtkraft, desto weniger Energie benötigt das Display und desto relevanter wird die SoCs-Leistungsaufnahme.

  • Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]
Galaxy Book S (Intel), Galaxy Book S (Qualcomm) [Bild: Golem.de]

Tatsächlich bestätigte sich die Vermutung: Das Galaxy Book S mit dem Snapdragon hat bei einer Helligkeit von 350 cd/m², von 200 cd/m² und 100 cd/m² nicht nur die absolut höhere Laufzeit, sondern der Vorsprung zum Galaxy Book S mit dem Lakefield wächst bei sinkender Leuchtkraft von knapp 40 Prozent auf über 50 Prozent.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass wir mit den zwei Galaxy Book S den einzigen direkten Vergleich anstellen können und andere (identische) Plattformen abweichende Resultate aufweisen mögen. Ungeachtet dessen vermitteln die Geräte einen guten Eindruck der beiden SoC-Ansätze.

Galaxy Book S

ARM wird bei Laptops an Verbreitung gewinnen

Der Snapdragon 8cx samt Windows 10 on ARM zeigt, dass für den Alltag genügend flotte Notebooks samt exzellenter Akkulaufzeit keinen x86-Chip benötigen. Neben Samsung haben auch Microsoft (Surface Pro X) und Lenovo (Yoga 5G) entsprechende Geräte im Angebot, zudem erwarten wir Neuankündigungen auf der CES 2021.

Überdies ist Apple erst kürzlich auf ARM-basierte Designs gewechselt: Das Macbook Air überzeugt dank des M1-Chips (Test) durch eine hohe Performance, eine passive Kühlung und eine exzellente Laufzeit. Für die Zukunft plant Apple mit bis zu 32 Kernen statt mit acht Cores, der ARM-Vorteil dürfte sich also mittelfristig auch abseits von dünnen Laptops im kompletten PC-Segment manifestieren.

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treba 12. Jan 2021

Was den Grafikbereich angeht: die auf ARM in der regel genutzten tiled renderer werden an...

Serenity 11. Jan 2021

Das ganze ist für mich eine Frage der Software. Was bringt mir ein 10x schnelleres...

Spiritogre 11. Jan 2021

Das ist ja deine Schuld, wenn du Videoschnitt am Mac machst der keine dedizierte...

ashahaghdsa 11. Jan 2021

"Optimiert" ist keine binäre Variable. Dass sie irgendwie optimiert sind, zweifel ich...

Seitan-Sushi-Fan 10. Jan 2021

AMD hat doch längst ARM-CPUs.



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