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Lärm durch KI-Rechenzentren: Akustiker bekommen mehr Rechenzentrums-Aufträge

KI-Rechenzentren erhöhen die Nachfrage nach Akustikberatung. Ein US-Büro erhält monatlich so viele Anfragen wie früher jährlich.
/ Nils Matthiesen
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KI-Boom steigert Nachfrage nach Akustikern. (Symbolbild) (Bild: DAMIEN MEYER/AFP via Getty Images)
KI-Boom steigert Nachfrage nach Akustikern. (Symbolbild) Bild: DAMIEN MEYER/AFP via Getty Images

Der Ausbau von KI-Rechenzentren erhöht in den USA die Nachfrage nach Akustikberatung offenbar deutlich. Das Ingenieurbüro Trinity Consultants erhielt nach eigenen Angaben früher vier bis fünf Anfragen von Rechenzentrumsbetreibern pro Jahr, inzwischen sind es vier bis fünf pro Monat. Bloomberg berichtet über die Entwicklung(öffnet im neuen Fenster) (Paywall).

Hintergrund ist der Lärm großer Rechenzentren. Kühlanlagen, Ventilatoren, Dieselgeneratoren und Gasturbinen laufen schließlich häufig rund um die Uhr. Mit dem schnellen Ausbau von KI-Infrastruktur entstehen deshalb zunehmend Konflikte mit Menschen, die in der Nähe solcher Anlagen wohnen.

Klagen wegen Rechenzentren-Lärm

In Southaven im US-Bundesstaat Mississippi klagten Anwohner beispielsweise gegen xAI(öffnet im neuen Fenster). Sie werfen dem Unternehmen vor, dass Gasturbinen zur Stromversorgung seiner Rechenzentren dauerhaft Brummen, Dröhnen und Vibrationen verursachten.

Ähnliche Beschwerden gibt es beim Microsoft-Rechenzentrum Fairwater(öffnet im neuen Fenster) in Mount Pleasant im US-Bundesstaat Wisconsin. Microsoft bestätigte ein weitreichendes tonales Brummen durch schnell laufende Kühlventilatoren und begann mit Gegenmaßnahmen. Drei Anwohner reichten zusätzlich eine Sammelklage wegen der Geräuschbelastung ein.

Akustikberatung beginnt schon vor dem Bau

Akustikingenieure werden deshalb zunehmend bereits in die Planung neuer Standorte einbezogen. Sie messen den vorhandenen Umgebungslärm, modellieren die späteren Geräuschemissionen und entwickeln Maßnahmen zur Schalldämmung. Zudem unterstützen sie Genehmigungsverfahren und treten bei Streitfällen als Sachverständige auf.

Die Messungen selbst können allerdings auch zum Streitpunkt werden. Betreiber und Anwohner beauftragen teilweise eigene Akustikbüros und kommen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Branchenvertreter weisen den Vorwurf zurück, Messungen zugunsten der jeweiligen Auftraggeber anzupassen.


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