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"Lächerliche Dinge": Widerstand gegen Multiplayer-Pläne kostete Yoshida den Job

Shuhei Yoshida hat ungewöhnlich offen darüber gesprochen, warum er seinen Posten als Chef der Playstation Worldwide Studios verloren hat.
/ Peter Steinlechner
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Ehemaliger Playstation-Manager Shuhei Yoshida (Bild: Sony)
Ehemaliger Playstation-Manager Shuhei Yoshida Bild: Sony

Der ehemalige Playstation-Manager Shuhei Yoshida hat auf dem australischen Spielefestival Alt Games mit einer überraschenden Enthüllung Aufsehen erregt. Der langjährige Chef der Playstation Worldwide Studios erklärte dort offen, dass sein Rückzug von der Spitze im Jahr 2019 faktisch eine Entlassung durch den damaligen CEO Jim Ryan war.

Grund für den plötzlichen Machtverlust war offenbar ein fundamentaler strategischer Richtungsstreit. Laut Yoshida forderte Ryan von ihm "lächerliche Dinge", die primär auf eine radikale Verschiebung hin zu Multiplayer-Projekten und Live-Service-Modellen abzielten, berichtet unter anderem This Week in Video Game(öffnet im neuen Fenster)s.

Yoshida, der als leidenschaftlicher Verfechter von narrativen Einzelspieler-Erfahrungen gilt, weigerte sich, diesen Kurs mitzutragen. Er wollte die Ressourcen der First-Party-Studios weiterhin in die Qualität investieren, für die Playstation weltweit bekannt geworden war.

Unter seiner Ägide entstanden viele Singleplayer-Hits wie God of War, Ghost of Tsushima und The Last of Us. Diese Titel definierten den Erfolg der Playstation und festigten Sonys Ruf als Marktführer für cineastisches Storytelling.

Indie-Games statt Game Over

Doch dafür war in Ryans Vision offenbar kein Platz mehr an der Spitze. Yoshida berichtete, man habe ihn vor die Wahl gestellt: Entweder er übernimmt die Leitung der Indie-Sparte oder er verlässt das Unternehmen sofort komplett.

Um Playstation nicht den Rücken kehren zu müssen, akzeptierte er die Degradierung in den Indie-Bereich. Damit verlor er jedoch jegliche Kontrolle über die großen Blockbuster-Budgets, die fortan verstärkt in Games-as-a-Service-Projekte flossen; Anfang 2025 verließ Yoshida Sony endgültig.

Der Blick zurück gibt Yoshida heute teilweise recht. Die von Ryan forcierte Strategie hatte zwar Erfolge wie Helldivers 2, aber auch viele extrem kostspielige Flops. Prominente Projekte wie das Multiplayer-Spiel zu The Last of Us wurden eingestellt, während Concord sogar komplett scheiterte.

Das gerade erst von der Sony-Tochter Bungie veröffentlichte Marathon läuft nur ganz ordentlich, zumindest was die PC-Version angeht: Momentan kommt die PC-Version laut Steam DB auf knapp 20.000 gleichzeitige Spieler täglich – echte Erfolgstitel schaffen ein Vielfaches.


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