Senat will gegen Carsharing-Falschparker vorgehen

Dem Merkblatt zufolge bezieht sich die Abschleppanweisung auf Fahrzeuge, "die dort parken, ohne dass sie mittels Ladekabel mit der Ladestation fest verbunden sind". Doch leider ist es häufig der Fall, dass Elektroautos mit einem eingesteckten Ladekabel an einer Säule stehen, ohne dass tatsächlich geladen wird. Das passiert häufig auch bei Carsharing-Autos, die nachts an eine Ladesäule gefahren werden und eigentlich nach Beendigung des Ladevorgangs morgens die Ladesäule wieder freimachen müssten.

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Auf Anfrage von Golem.de teilte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit: "Bezüglich der Vermeidung des Zuparkens von Ladestellplätzen und des gezielten Falschparkens sollen gemeinsame Abstimmungsrunden zwischen der Senatsverwaltung, den Vertretern und Vertreterinnen der Bezirksämter und weiteren beteiligten Akteuren stattfinden. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Senatsverwaltung und den Bezirksämtern sollen Maßnahmen entwickelt werden, die zur Verhinderung der steigenden Fehlnutzung der Ladestellplätze durch E-Carsharing-Fahrzeuge in Berlin beitragen sollen."

Höheres Bußgeld bei Falschparkern

Einen ersten Effekt erhofft sich der Senat dabei durch eine Reform der Straßenverkehrsordnung. Einem Entwurf des Bundesverkehrsministeriums zufolge (PDF) soll künftig ein Bußgeld von 55 Euro fällig werden, wenn ein Fahrzeug "unberechtigt auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge geparkt" wird. Derzeit werden in Berlin dafür in der Regel 15 Euro verlangt.

Der Senat begrüßte daher den in der vergangenen Woche von der Bundesregierung beschlossenen Masterplan Ladeinfrastruktur, der Kommunen auffordert, "die Anordnungsmöglichkeiten der Straßenverkehrsordnung konsequent umzusetzen, so dass Fahrzeuge, die widerrechtlich vor einer Ladesäule parken, umgehend entfernt werden können und Bußgelder so angeordnet werden, dass eine abschreckende Wirkung damit verbunden ist".

Kommt eine Blockiergebühr wie bei Tesla?

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Auf Nachfrage von Golem.de blieb bislang die Frage unbeantwortet, wie Berlin mit Elektrofahrzeugen umgehen will, die zwar ein Ladekabel eingesteckt haben, jedoch gar keinen Strom beziehen. Auf diese Weise lässt sich bislang ohne jede Gefahr eines Knöllchens eine Ladesäule blockieren. Dieses Problem lässt sich vermutlich nicht durch Kontrollen der Ordnungsämter lösen, sondern nur durch eine Blockiergebühr durch den Ladenetzbetreiber, wie sie Tesla beispielsweise bei der Nutzung der Schnellladestationen erhebt. So kostet es in Deutschland 80 Cent pro Minute, wenn ein vollgeladener Tesla an einem komplett belegten Supercharger eine Ladesäule blockiert.

Bis solche Änderungen tatsächlich Wirkung zeigen, wollte Taxifahrer Doll offenbar nicht mehr abwarten. Den Berichten zufolge will er sich nun einen Hybrid anschaffen.

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 Ladeinfrastruktur: Warum Berlins einziger Elektro-Taxifahrer aufgegeben hat
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amagol 02. Dez 2019

Blabla, jeder Vergleich hat seine Schwaechen. Dann versuch halt als Schichtarbeiter...

sambache 28. Nov 2019

Das Problem ist eigentlich, dass ich das Auto nicht das Stiegenhaus hinaufbekomme ;-)

E-Mover 28. Nov 2019

Irgendwie im Vergleich zu beidem. Oder suchen wir gar nicht nach der besten Art des...

deefens 28. Nov 2019

Richtig, ecomento beispielsweise formuliert es korrekter: "Martin Doll hat seine Kunden...

E-Mover 27. Nov 2019

Nein, natürlich nicht! Ich bin ein großer Freund von Standards, die müssen sich manchmal...



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