Lade-Index: Tesla und Mercedes laden am schnellsten mehr Reichweite

Die Ladegeschwindigkeit von Elektroautos hängt von vielen Faktoren ab. Trotz höchster Ladeleistung schafft der Porsche Taycan nicht die meiste Reichweite.

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Die Ladegeschwindigkeit ist von mehreren Faktoren abhängig.
Die Ladegeschwindigkeit ist von mehreren Faktoren abhängig. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Bei einem Praxisvergleich von Ladegeschwindigkeiten bei Elektroautos haben das Tesla Model 3 und der neue Mercedes EQS am besten abgeschnitten. Einem Vergleich der Stuttgarter Beratungsagentur P3 zufolge kann der neue EQS 580 innerhalb von 20 Minuten eine Reichweite von 266 Kilometern (km) nachladen. Damit liegt er deutlich vor dem Porsche Taycan Turbo S, der trotz 800-Volt-System nur auf eine geladene Reichweite von 217 km kommt. Das liegt aber am hohen Verbrauch des Taycan.

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Auf Platz 2 hinter dem EQS liegt in dem Index ein Tesla Model 3 LR mit 211 km. In den ersten zehn Minuten eines Ladevorgangs ist das Model 3 mit 149 km nachgeladener Reichweite aber etwas besser als der EQS mit 144 km.

Allerdings ist die Auswertung mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Auf Anfrage von Golem.de räumte P3 ein, den EQS noch nicht selbst getestet und die Ladekurve ausgemessen zu haben. Auch basiere die Verbrauchsangabe von rund 22 Kilowattstunden (kWh) pro 100 km noch nicht auf einer unabhängigen Auswertung wie dem ADAC-Ecotest, sondern auf Schätzwerten. Vom EQS wurden im Internet schon Ladekurven veröffentlicht, die mit derjenigen, die von P3 angegeben wurde, vergleichbar sind.

Der geschätzte Verbrauch erscheint realistisch und ist vergleichbar mit den Werten eines Model S 100D oder eines BMW iX3. Das würde bedeuten, dass eine realistische Reichweite beim EQS bei 490 km liegt. Mercedes selbst wirbt mit einer Reichweite von 770 km nach dem Prüfzyklus WLTP.

Ford Mustang Mach e am schlechtesten

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Die höchste Ladeleistung erreicht dem Vergleich zufolge der Porsche Taycan mit maximal 270 kW. Die durchschnittliche Ladeleistung von 184 kW im Ladefenster von 10 bis 80 Prozent der Akkukapazität liege deutlich vor derjenigen der anderen Fahrzeuge. Der Mercedes EQS erreiche trotzt des 400-Volt-Systems eine Durchschnittsleistung von 164 kW. Das entspricht einer durchschnittlichen Stromstärke von 410 Ampere. Zwar erreiche das Tesla Model 3 mit 250 kW eine hohe Spitzenleistung an der Ladesäule, komme jedoch im Schnitt nur eine Ladeleistung von 146 kW, da die Ladekurve innerhalb des Testfeldes stärker abfalle als die der weiteren Fahrzeuge.

  • Die Ladekurven von Elektroautos verlaufen sehr unterschiedlich. (Grafik: P3)
  • Der Porsche Taycan Turbo S lädt zwar sehr schnell, verbraucht aber auch viel Strom. (Grafik: P3)
  • Der Mercedes EQS und das Tesla Model 3 laden am schnellsten Reichweite nach. (Grafik: P3)
Die Ladekurven von Elektroautos verlaufen sehr unterschiedlich. (Grafik: P3)

PS hat für den Vergleich einen Index erstellt, der sich an einem Idealwert 1 von 300 km geladener Reichweite in 30 Minuten orientiert. Diesen Wert erreicht bislang noch kein Fahrzeug. "Immerhin liegen die Top 4 Fahrzeuge bereits auf sehr hohen Werten von 0,72-0,88 des maximalen Langstreckennutzwertes", schreibt P3. Der VW ID.3 Pro S liegt noch vor dem Porsche Taycan auf Platz 3 mit 220 km in 20 Minuten. Den niedrigsten Wert in dem Vergleich von zwölf Elektroautos erzielt der Ford Mustang Mach E LR mit 0,52. Damit lädt das Auto nur 155 km in 20 Minuten nach.

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Elektromobilität: Theorie und Praxis zur Ladeinfrastruktur (de-Fachwissen)


flasherle 03. Mai 2021

ich bin meistens eher bei 175 durchschnitt...

Steffo 30. Apr 2021

Die Netto-Kapazität liegt aber nicht bei 80% der Brutto-Kapazität, sondern deutlich über...

flasherle 30. Apr 2021

Das spielt doch für die meisten deutschen Hersteller keine Rolle, weil die mietsen käufer...

Hallonator 29. Apr 2021

Dann bleibt nur noch das Problem, dass das Auto und die Kinder unterschiedliche...



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