Abo
  • IT-Karriere:

Lacework: Mehr als 22.000 Containerverwaltungen öffentlich zugänglich

Die auf Amazons Web Services spezialisierte Sicherheitsfirma Lacework hat im Netz mehr als 22.000 Managementoberflächen zur Containerverwaltung gefunden, die hauptsächlich zu Kubernetes gehören. Als wäre das nicht schon schlimm genug, waren einige auch völlig ungeschützt im Netz.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Eine Vielzahl von Kubernetes-UIs ist im Netz auffindbar.
Eine Vielzahl von Kubernetes-UIs ist im Netz auffindbar. (Bild: US Coast Guard Academy/Public Domain)

Wer viele Container betreibt, möchte diese komfortabel verwalten. Kubernetes erfreut sich in diesem Zusammenhang zunehmender Beliebtheit, doch es gibt auch andere Verwaltungswerkzeuge wie Portainer oder Docker Swarm. Viele dieser Plattformen bringen Weboberflächen mit, die dank der Public Cloud über öffentliche IP-Adressen erreichbar sind. Die Sicherheitsfirma Lacework hat nun rund 22.700 solcher Managementoberflächen öffentlich zugänglich aufgefunden.

Stellenmarkt
  1. Phoenix Contact Identification GmbH, Villingen-Schwenningen
  2. Finanzbehörde - Personalabteilung Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg

Die Zahlen weichen in den beiden zur Verfügung gestellten Dokumenten allerdings leicht voneinander ab, an anderer Stelle ist von rund 21.200 die Rede. Gefunden hat das Team die Instanzen über verschiedene Techniken wie ein einfaches Web-Crawling, die Nutzung von Shodan, "SSL-Data-Mining", also vermutlich eine systematische Suche nach Zertifikaten und Hosts, sowie internen Werkzeugen.

Zwar war die Mehrheit der Zugänge über Logindaten geschützt, aber 305 der gefundenen Cluster standen offen, waren also nicht per Passwort geschützt oder befanden sich noch im Setup-Prozess. Unbefugte hätten also kompletten Zugriff auf die Containerverwaltung, auch eine Remote Code Execution wäre über die API und User Interface möglich. Auch 38 Server mit einem Health-Check-Dienst namens Healthz für Containerumgebungen tauchten in der Suche auf. Der Zugriff auf diese erforderte ebenfalls keinerlei Zugangsdaten.

Laut der Daten von Lacework werden 95 Prozent der gefunden Managementoberflächen bei Amazons Web Services (AWS) gehostet, gefolgt von Googles Cloud-Angebot und OVH. Der Großteil der Oberflächen, 78 Prozent, gehörte zu Kubernetes, gefolgt von Docker Swarm mit Portainer und Swarmpit bei zusammen rund 20 Prozent. Auch erreichbar waren Oberflächen von Swagger API, Mesos Marathon und Red Hats Openshift. Die meisten offenen UIs wurden dabei in den USA gehostet (55 Prozent), gefolgt von Irland, Deutschland, Australien, Singapur und Großbritannien.

Auch geschützte UIs problematisch

Natürlich veröffentlicht Lacework die Erkenntnisse nicht ohne Eigennutz, hat sich das Unternehmen doch auf AWS-Security spezialisiert. Wie das Unternehmen in seiner Mitteilung schreibt, erhöhen aber auch mit Zugangsdaten geschützte Management-UIs die Angriffsfläche. Denkbar seien Brute-Force- und Dictionary-Angriffe, aber auch das Ausnutzen von Sicherheitslücken und Zugriffe auf Zertifikate.

Auch aus diesem Grund empfiehlt zum Beispiel Kubernetes-Initiator Google für seine Cloud, das Kubernetes-UI zu deaktivieren. Auch Lacework gibt verschiedene Tipps zum sicheren Umgang mit Containerverwaltungen. Neben einer Multi-Faktor-Authentifizierung empfehlen sie, den Zugang von UI- und API-Ports zu regulieren. TLS und valide Zertifikate helfen ebenso wie ein Bastion Host. Für Kubernetes empfiehlt die Firma, die Pods nur mit einem Read-only-Dateisystem zu betreiben, Privilege Escalation zu beschränken und eine Pod-Security-Policy zu entwerfen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,19€
  2. (-75%) 3,75€
  3. 4,32€

ul mi 04. Jul 2018

98.5% der gefundenen Managementoberflächen waren zugangsgeschützt. ;-)

Some0NE 04. Jul 2018

rm -rf / Dann ist wenigstens der Rest der Netizens geschützt.


Folgen Sie uns
       


Harry Potter Wizards Unite angespielt

Harry Potter Go? Zum Glück hat der neue AR-Titel auch ein paar eigene Ideen zu bieten.

Harry Potter Wizards Unite angespielt Video aufrufen
Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  2. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich
  3. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps

Dr. Mario World im Test: Spielspaß für Privatpatienten
Dr. Mario World im Test
Spielspaß für Privatpatienten

Schlimm süchtig machendes Gameplay, zuckersüße Grafik im typischen Nintendo-Stil und wunderbare Dudelmusik: Der Kampf von Dr. Mario World gegen böse Viren ist ein Mobile Game vom Feinsten - allerdings nur für Spieler mit gesunden Nerven oder tiefen Taschen.
Von Peter Steinlechner

  1. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß
  2. Mobile-Games-Auslese Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
  3. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung

    •  /