Labor-Edelfleisch: Forscher präsentieren Wagyu-Steak aus dem 3D-Drucker

Japanischen Forschern ist es gelungen, auf Basis gezüchteter Stammzellen ein vollwertiges Wagyu-Steak mit dem 3D-Drucker herzustellen.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Aktuelle Forschungsergebnisse aus Japan könnten Wagyu-Rindern künftig viel Leid ersparen.
Aktuelle Forschungsergebnisse aus Japan könnten Wagyu-Rindern künftig viel Leid ersparen. (Bild: MARTIN BUREAU via Getty Images)

Wissenschaftler der Universität Osaka haben das erste Wagyu-Steak aus dem 3D-Drucker produziert. Das Ausgangsmaterial besteht aus Stammzellen, die sie einem Wagyu-Rind entnommen und im Labor gezüchtet haben. Für das Steak musste also kein Tier sterben.

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Das Fleisch des japanischen Wagyu-Rinds gilt aufgrund seiner starken Marmorierung als Delikatesse und ist sehr teuer. Seine auffällige Struktur entsteht durch eine besonders hohe Zahl an sichtbaren Schichten von intramuskulärem Fett. Die wiederum prägen den Geschmack und die Textur.

Um ein Wagyu-Steak authentisch nachzubilden, haben die Wissenschaftler laut offizieller Pressemeldung zwei Arten von Stammzellen entnommen, gezüchtet und mithilfe einer neuen Technologie miteinander kombiniert. Dadurch waren sie in der Lage, die unterschiedlichen Fasern für Muskeln, Fett und Blutgefäße zu züchten. Diese ordneten sie so an, dass sie die Struktur von Wagyu-Rindfleisch nachbilden.

Deutlicher Unterschied zu bisherigem Laborfleisch

Das Produktionsverfahren unterscheidet sich deutlich von bisherigen Laborfleischansätzen. Bislang hat sich die Forschung in diesem Bereich vornehmlich auf die Produktion von Hackfleisch konzentriert, das aus einfachen Muskelfasern besteht. Der Einsatz unterschiedlicher Fasertypen könnte laut den japanischen Wissenschaftlern die Qualität und die Vielfalt von Laborfleisch stark vorantreiben.

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Um das Steak zu gestalten, bedienten sich die Forscher einer Produktionstechnik, die der von Kintaro-ame-Bonbons ähnelt. Dabei handelt es sich um japanische Bonbons mit aufwendigen Mustern oder Motiven. Die werden zunächst in Form einer langen Röhre produziert und anschließend in Scheiben geschnitten. Mit diesem Prinzip sei es möglich gewesen, komplexe Fleischstrukturen nachzubilden und die Masse anschließend in Steakform zu bringen, erklärt das Team.

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Die Forscher gehen davon aus, dass sich mit dieser Produktionsmethode viele komplexe Arten von Fleisch nachbilden lassen. Zudem könne man mit einer Verfeinerung der Technologie gezielt Anpassungen an Muskel- und Fettgehalt vornehmen, um Geschmack und Nährwert an Kundenwünsche anzupassen. Unklar bleibt indes, was die Produktion des Wagyu-Steaks aus dem Drucker kostet. Auch äußern sich die Wissenschaftler nicht dazu, ob sich das Produktionsverfahren zeitnah zur Marktreife weiterentwickeln lässt.

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Dangermouse 30. Aug 2021

Wenn du im Supermarkt nach vegane "Wurst" schaust kostet die auch nicht mehr als normale...

Kakiss 30. Aug 2021

Hmm andere Seiten machen das wohl auch so. Ist wohl eine deutsche Angewohnheit, das...

Dino13 29. Aug 2021

Das tolle am Raclette ist ja das man 3h zusammen was isst und am Ende immer noch Hunger hat.

mnementh 29. Aug 2021

Im Gegenteil. Im normalen ökologischen Zyklus afrikanischer Savannen, wechseln sich bei...



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