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Kyndryl: IBMs aufgespaltenes Unternehmen bekommt einen neuen Namen

Die Aufspaltung von IBM nimmt weiter Form an. Nun ist der Name des neuen Konzerns bekannt: Kyndryl. Dort werden 90.000 Menschen arbeiten.
/ Oliver Nickel
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Kyndryl wird das neue Unternehmen sein, welches sich von IBM abspaltet. (Bild: IBM/Kyndryl)
Kyndryl wird das neue Unternehmen sein, welches sich von IBM abspaltet. Bild: IBM/Kyndryl

Nachdem IBM Pläne der Aufspaltung verkündet hatte, wurde es einige Zeit lang still um den Konzern. Nun wurde allerdings das neue Unternehmen und dessen Name enthüllt: Kyndryl(öffnet im neuen Fenster) . Der Name setzt sich laut eigenen Aussagen aus den englischen und mit dem Buchstaben Y stilisierten Begriffen Kinship (Verwandschaft) und Tendril (Ranke) zusammen.

Die neue Firma wird laut einer IBM-Pressemitteilung 90.000 Mitarbeiter des IBM-Konzerns übernehmen. Kyndryl soll als eigenständiges Unternehmen voraussichtlich Ende 2021 den Betrieb aufnehmen. Als Hauptstandort wurde die US-Metropole New York City auserkoren.

Die Aufgabe des Unternehmens wird es weiterhin sein, Infrastruktur und Hardware von Kunden zu warten, auszubauen und einzurichten. Dies fiel zuvor IBMs Infrastructure Services Business zu. Im Prinzip handelt es sich dabei, wie bereits zur Aufspaltung angedeutet, um ein sehr großes IT-Systemhaus mit eigenen Serverprodukten und Serviceleistungen.

IBM selbst wird sich auf den Ausbau des Cloud-Geschäfts sowie Red Hat und daher eher auf Software konzentrieren. Der neue CEO von Kyndryl wird Martin Schroeter(öffnet im neuen Fenster) sein. Er war bereits als Chief Financial Officer von 2014 bis 2017 bei IBM tätig. CEO von IBM bleibt Arvind Krishna, der 2020 die langjährige Chefin Ginni Rometty ablöste.

IBM-Kunden sollen bleiben

"Kyndryl wird eine neue, unabhängige Firma sein, die als ein Marktführer wahrgenommen wird" , schreibt Schroeter in der Pressemitteilung. Laut eigenen Aussagen seien 75 der 100 Fortune-100-Unternehmen bereits Kunde beim IBM Infrastructure Services. Diese Kunden werden von Kyndryl übernommen. Existierende Kunden sollen dabei zu gleichen Konditionen von den gleichen Serviceteams betreut werden. Auch wird Kyndryl eng mit IBM zusammenarbeiten und auf Forschungsressourcen und andere Schnittpunkte zugreifen können.

Kyndryl sucht auch bereits neues Personal. Allerdings ist klar, dass die Umstrukturierung noch in einer Anfangsphase ist, denn Bewerbungsformulare führen noch immer zu IBM(öffnet im neuen Fenster) – inklusive altem Logo und Layout.

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