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Kylin: Canonical entwickelt Ubuntu für China

Unter dem Namen Ubuntu Kylin entwickelt Canonical mit Unterstützung der chinesischen Regierung eine chinesische Version von Ubuntu. Zunächst soll die Sprachunterstützung erweitert werden.

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Ubuntu 13.4 alias Raging Rail wird es auch in China unter dem Namen Ubuntu Kylin geben.
Ubuntu 13.4 alias Raging Rail wird es auch in China unter dem Namen Ubuntu Kylin geben. (Bild: Robert Body, CC BY-SA 3.0)

Zusammen mit der chinesischen National University of Defense Technology (NUDT) und der staatlichen Behörde für die Verbreitung von Soft- und Hardware, dem China Software and Integrated Chip Promotions Center (CSIP), will Canonical eine speziell für China angepasste Version von Ubuntu entwickeln. Sie soll den Namen Ubuntu Kylin tragen.

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Ubuntu Kylin soll bereits im April 2013 veröffentlicht werden, fast zugleich mit der nächsten Version von Ubuntu mit der Versionsnummer 13.04 alias Raring Ringtail. Zunächst soll vor allem die Sprachunterstützung erweitert werden, etwa mit erweiterten Eingabemethoden oder speziellen Kalenderfunktionen. Zusätzlich sollen eine Anwendung zur Wetteranzeige und Webapps zu populären chinesischen Musikdiensten im Dash-Menü integriert werden, ähnlich der Amazon-App, die bereits in Ubuntu 12.10 viel Wirbel verursachte.

Chinesische Software

Später sollen eine eigens entwickelte Software für die Bildbearbeitung und eine speziell angepasste Systemverwaltung hinzukommen. Außerdem will Canonical die in China weit verbreiteten Office-Suite WPS von Kingsoft integrieren, von der es bereits eine Version für Linux gibt. WPS wird ebenfalls von der chinesischen Regierung finanziert und in vielen Behörden verwendet. Außerdem soll das Kartenmaterial des chinesischen Suchanbieters Baidu in Ubuntu Kylin angeboten werden. Webapps soll es auch für das chinesische Ebay-Pendant Taobao geben. Zusätzlich sollen Zahlungsmöglichkeiten für chinesische Banken integriert und Zug- sowie Fluginformationen angezeigt werden.

Kylin gibt es als Betriebssystem bereits seit mehreren Jahren. Mitte 2009 berichtete die Washington Post, dass China ein speziell abgesichertes Betriebssystem auf Rechnern der Regierung und des Militärs installiert hatte. Kylin OS oder auch Kirin OS soll damals auf FreeBSD basiert haben. Auf der offiziellen Webseite von Kylin wird Neokylin angeboten, ein speziell gehärtetes Linux basierend auf dem Linux Kernel 2.6.

Milliardenmarkt

Angesichts der offiziell geplanten Funktionen dürfte es sich bei Ubuntu Kylin hingegen um ein anwenderorientiertes Betriebssystem handeln, ähnlich dem weltweit angebotenen Ubuntu. Laut der offiziellen Mitteilung von Canonical soll die "Zusammenarbeit eine Plattform für den chinesischen Markt und auf chinesischer Hardware für den internationalen Markt" schaffen. Canonical dürfte sich damit einen prominenten Platz im Milliardenmarkt in China verschafft haben.

China setzt in einem Fünfjahresplan verstärkt auf die Förderung von Open Source. Dazu hat sie die Behörde CCN Joint Lab gegründet, an der sowohl der CSIP als auch die NUDT beteiligt sind und die die Entwicklung von Ubuntu Kylin zusammen mit Canonical übernimmt. Die NUDT unterliegt dem chinesischen Verteidigungs- und Bildungsministerium. Dort werden auch Chinas Supercomputer betreut, etwa der Tianhe-IA, der zu den schnellsten weltweit gehört.

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honk 26. Mär 2013

Mit der Perspektive lesen sich die von Herrn Shuttelwort bis 2015 angepeilten "200...

hive 25. Mär 2013

Eigens angepasste Software, auf eigener Hardware, hm... Klingt wie Apple... die haben nur...

Felix_Keyway 24. Mär 2013

Da lassen sich bessere Überwachungsmechanismen einbauen.

Archer79 24. Mär 2013

Der Source wird auf einem Rechner übersetzt, der mit Pulver aus getrocknetem Tigerpenis...

zoid 23. Mär 2013

Naja, Mediamärkte in china sind ja nun Geschichte. U.a. deshalb, weil in china keiner...


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